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Sportpolitik
Stadtsportverband Straelen diskutiert über die Zukunft

Straelen. Ideensammlung bei der Jahreshauptversammlung. Unter anderem sollen Asylsuchende mehr in den Sportbetrieb eingebunden werden.

Der Vorsitzende des Stadtsportverbandes Straelen (SSV), Werner Terheggen, konnte zur Jahreshauptversammlung im Veranstaltungsraum der Volksbank an der Niers viele Vertreter der angeschlossenen Mitgliedsvereine begrüßen.

In seinen Ausführungen zu den Aktivitäten im vergangenen Jahr ging er auf die wichtigsten Themenfelder ein. Für den Bereich der Kinder-und Jugendarbeit waren dies die Aktivierung der Kindergärten zur Ausbildungsinitiative als "Bewegter Kindergarten" und die Angebotssteigerung von Schul-AG´s mit den Straelener Schulen. Weiterer Schwerpunkt war die Fortsetzung und Intensivierung der Ausbildung von Übungsleitern.

Für das laufende Jahr ist die Ausrichtung eines "Tag des Sports" am 3. Juli in Vorbereitung. An diesem Tag werden sich alle Straelener Sportvereine im Schulzentrum der Stadt Straelen präsentieren. Schirmherr der Veranstaltung ist Bürgermeister Hans-Josef Linßen. Achim Arts, stellvertretender SSV-Vorsitzender, gab einen Ausblick auf den Stand der Vorbereitungen.

Ziel sei es, die breite Palette des Sportangebotes in der Blumenstadt aufzuzeigen und zum Mitmachen und Ausprobieren der sportlichen Aktivitäten einzuladen. Von 11 bis 17 Uhr werden in den Sporthallen und auf den Schulhöfen die Vereine von Badminton bis zum Volleyball ein buntes Angebot präsentieren. Auch für die Kinder wird sich ein breiter Strauß von Mitmachgelegenheiten anbieten. So ist der Reit- und Fahrverein mit seinen Kutschgespannen den ganzen Nachmittag im Einsatz. Preise zu gewinnen gibt es mit der Teilnahme an einem Rundlauf und der Absolvierung eines Sport-Cross-Laufes.

Als Begleitprogramm zum Tag des Sports wird sich die Schulband "Directors Cut" der Öffentlichkeit präsentieren. Gespannt sein darf man auch auf die Tanzgruppen des Family Tanzstudios mit ihren professionellen Showtänzen. Aber auch die akrobatische Vorführung der Polizeisportgruppe NRW kann man an diesem Tag live erleben.

Begrüßungsworte richtete der stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes, Norbert Käfer, an die Mitgliedervertreter. Er ging insbesondere auf aktuellen Fördermöglichkeiten des Landes-und Kreissportbundes ein und ermutigte die Vereine, reichlich davon Gebrauch zu machen und Anträge zu stellen.

Die Stadtverwaltung mit Bürgermeister Hans-Josef Linßen, dem Dezernatsleiter Christian Hinkelmann, dem Sportamtsleiter Rainer Schmitz und dem stellvertretenden Kämmerer Bernd Kuse nahmen an der Versammlung und den Diskussionen ebenfalls teil. Kuse erklärte den Vereinsvorständen sehr anschaulich, wie die derzeitige Haushaltssituation aussieht und erklärte den damit eingeschränkten Handlungsspielraum für die Stadt. Hier sei insbesondere auch der Landesgesetzgeber gefordert, um auch im Hinblick auf die kommenden Jahre aktiv zu werden. Alle anwesenden Vereinsvorstände gaben einen kurzen Einblick in das jeweilige Vereinsleben mit den vielen unterschiedlichen Facetten.

Eine interessante Diskussion entfachte beim Thema über die Integration von Asylsuchenden in den Sportbetrieb und den damit zusätzlich erforderlichen Anstrengungen. Man wolle aber auf alle Fälle im Rahmen der Möglichkeiten am Ball bleiben.

Auch der Vorschlag von Elmar Rogmann (SV Straelen) über die Einführung einer Ehrenamtskarte für alle ehrenamtlich Tätigen in Straelen wurde vielseitig diskutiert. Johannes Pieper, Beisitzer im SSV-Vorstand, schlug eine Alternative vor. Alle Vereine könnten neben den Mitgliedsbeiträgen eine "Ehrenamtsabgabe" von ihren Mitgliedern erheben, analog zu einer städtischen Kurtaxe, die dann ausschließlich für die Ehrenamtler zur Verfügung stünde.

So könnte zum Beispiel alle zwei Jahre ein Event finanziert werden, dass ausschließlich als Dankeschön für die Ehrenamtlichen ausgerichtet wird. Diese Idee stieß auf breites Interesse.

Somit hat der Stadtsportverband Straelen für das Jahr 2016 einige Projekte gestartet, um die Sportvereine und deren Mitglieder bei künftigen Aufgaben zu unterstützen, mit dem Ziel, noch mehr Straelener an den Sport heranzuführen.

Quelle: RP
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