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Straelen springt zurück auf Platz eins

Lokalsport: Straelen springt zurück auf Platz eins
Mein Freund, der Ball: Der Straelener Aram Abdelkarim (links) legt das Spielgerät am ausgestreckten Bein seines Gegenspielers vorbei. FOTO: Gerhard Seybert
Straelen. Fußball-Oberliga: Die Mannschaft von Trainer Dietmar Schacht lieferte ein beeindruckendes Spiel ab. Sie bezwang den SC Düsseldorf West mit 3:1 (2:0). Der SVS brauchte zu viele erstklassige Torchancen, um auf die sichere Seite zu kommen. Von Reinhard Pösel

Ein nasskalter November-Nachmittag gestern beim Spitzentreffen an der Römerstraße. Zu Gast war der SC West aus dem linksrheinischen Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel. Den Anhängern, sofern sie mit Grün-Gelb fieberten, wurde schnell warm ums Herz. Nach einer couragierten Anfangsphase der Düsseldorfer, die etwa zehn Minuten andauerte, bekamen die Straelener mit ihrem exzellent besetzten Mittelfeld einen immer besseren Zugriff auf das Spiel. Da allerdings hätte der Gast bereits in Führung liegen können. Doch Fabian Stutz verzog das Spielgerät frei stehend (9.). Danach jedoch marschierte der SV Straelen, dessen Spieler wenig später den ersten Treffer bejubeln durften. Einen über die linke Seite nach vorne getragenen Angriff bekamen die Düsseldorfer nicht unter Kontrolle. Das Spielgerät landete bei Aram Abdelkarim, der zunächst seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und anschließend freie Bahn hatte, um den Ball mit feiner Schusstechnik flach im gegnerischen Kasten zu versenken (12.).

Die Begegnung wogte jetzt hin und her. Düsseldorf schaffte es immer mal wieder, die Straelener Viererkette zu durchbrechen. Doch SVS-Keeper Keisuke Ishibashi war auf dem Posten und vernagelte, je länger das Spiel dauerte, förmlich seinen Kasten. "Während es uns nicht gelang, unsere Tormöglichkeiten zu nutzen, schafften es die Straelener, selbst nur 60-prozentige Torchancen zu höchst gefährlichen zu machen", erklärte West-Trainer Marcus John nach dem Spiel.

Eine davon setzte in der 20. Minute der zweikampfstarke Fabio Ribeiro, bei dem gestern Nachmittag die Fäden des Straelener Spiels zusammenliefen, von der Strafraumbegrenzung an die Latte. Grün-Gelb hielt den Druck hoch, ließ sich selbst nach vergebenen Torchancen nicht entmutigen. Und wurde vier Minuten nach dem Führungstreffer ein zweites Mal belohnt. Diesmal durch Rene Jansen, der einen über Ribeiro druckvoll eingeleiteten Angriff aus kurzer Distanz zum 2:0 verwandelte.

Auf der Tribüne machte das Wort vom Feuerwerk die Runde, das Grün-Gelb Mitte der ersten Halbzeit abbrannte - versehen jedoch mit dem Manko, daraus bis zum Seitenwechsel nicht mehr Kapital geschlagen zu haben. So war die Heimelf nie davor gefeit, dass die Düsseldorfer ihre in den Straelener Strafraum getragenen gefährlichen Aktionen nicht doch einmal erfolgreich vollendeten. Der SVS durfte sich an diesem Tag glücklich schätzen, dass ihr Keeper einen perfekten Tag erwischt hatte. Die größere Anzahl von Tormöglichkeiten hatte aber der SV Straelen. "Wir konnten von Glück reden, bis zur Pause nicht höher in Rückstand geraten zu sein", konstatierte West-Trainer John.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit standen die Düsseldorfer wieder erheblich besser in der Ordnung. Trainer John sprach vom "Pech", dass aus den damit verbundenen Torchancen, die seine Mannschaft herausspielte, nichts wurde. Der Gäste-Coach konstatierte in diesem Zusammenhang aber auch, dass das etwas mit fehlender Qualität zu tun gehabt haben konnte, die er auf Straelener Seite in größerem Umfang verordnet sah. Das war ohne Zweifel so. Allerdings schaffte es Grün-Gelb lange Zeit nicht, für die Entscheidung zu sorgen. Das hielt Düsseldorf im Spiel, das darauf setzte, mit einem Anschlusstreffer wieder im Spiel zu sein. Aus diesem Umstand bezog die Begegnung über weite Strecken der zweiten Halbzeit ihre Spannung.

Erst sieben Minuten vor dem Abpfiff nahm SVS-Sturmführer Randy Grens nach einer Kombination über Drilon Istrefi, Ribeiro und Querpass von Jansen mit seinem Tor zum 3:0 die Luft aus der Partie. Das Gegentor des eingewechselten Sebastian Santana (88.) korrigierte das Ergebnis geringfügig. Dessen zu einfaches Zustandekommen gefiel jedoch SVS-Coach Dietmar Schacht überhaupt nicht.

Quelle: RP
 
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