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Fußball
Straelen will Turu ärgern

Fußball: Straelen will Turu ärgern
Vollen Einsatz wollen Marc Linssen (li.) und seine Straelener Teamkollegen auch am Sonntag in Düsseldorf bringen. ARCHIVFOTO. SIWE FOTO: RPO
Nach dem 3:1-Sieg gegen Wülfrath ist die Stimmung beim Niederrheinligisten gelöst. Trainer Holger Gässler warnt aber vor "Wunderdingen". Am Sonntag (14.30 Uhr) muss sein Team bei Topklub Turu Düsseldorf bestehen. Von Stefanie Sandmeier

Siege beflügeln ungemein. Diese Erfahrung macht derzeit auch der SV Straelen. Noch dazu, wo der Fußball-Niederrheinligist gleich zweimal hintereinander erfolgreich war. Ein 5:1-Erfolg gegen Jahn Hiesfeld und ein 3:1-Sieg gegen den 1. FC Wülfrath stehen für den Tabellen-16. zu Buche. "Das macht deutlich lockerer, und vor allem macht es die Arbeit im Training leichter", sagt Coach Holger Gässler.

Nach zuletzt acht Treffern in zwei Spielen ist das auch nur allzu verständlich. Zum Vergleich: Ganze zehn Tore hatten die Grün-Gelben in den 13 Spielen zuvor geschossen. Das hat das Selbstbewusstsein der jungen Straelener Mannschaft enorm gestärkt. Das kann Gässler nur bestätigen. "Die Stimmung im Training ist super. Die Jungs haben richtig Lust, Fußball zu spielen und sich zu verbessern", sagt er. "Aber irgendwann kommen eben auch wieder Rückschläge. Das ist normal, und das muss jedem klar sein."

Mit Blick auf den nächsten Gegner Turu Düsseldorf am Sonntag warnt der Coach jedoch vor zu hohen Erwartungen. "Turu ist für mich die beste und vor allem spielstärkste Mannschaft der Liga. Da wird es sehr schwer, dagegen zu halten", glaubt der 39-Jährige.

Und er muss es wissen. Immerhin hat der in Düsseldorf lebende Gässler mit Unterbrechung dort gleich zweimal gespielt. Der Fußball-Lehrer kennt das Umfeld, und er kennt die handelnden Personen um Präsident Heinz Schneider, "die bereits zu meiner Zeit als Spieler dort das Sagen hatten", so Gässler, der zugibt, "dass es für mich persönlich schon ein besonderes Spiel ist". Noch dazu, wo der Tabellenzweite Turu auf junge Kräfte wie Sebastian Schweers, Aykut Ceker oder Daniel Rey Alonso baut, die unter ihm in der Jugend von Fortuna Düsseldorf trainiert haben.

Die Stärken und Schwächen des Teams kennt der Trainer demnach nur zu gut. "Wir müssen im Prinzip in allen Bereichen aufpassen", sagt Gässler, der neben Marcel Cox weiter auf den gesperrten Adem Türköz verzichten muss. "Turu besitzt eine gute Abwehr und praktiziert ein schnelles Spiel nach vorne." Vor allem auf Miguel Lopez-Torres und Ex-Profi Bruno Custos gelte es aufzupassen. "Da gilt es, als Team zusammenzuarbeiten. Einer allein hat bei deren Antritten kaum eine Chance", sagt Gässler, "ohne Disziplin laufen wir ins offene Messer."

Doch Straelens letzter Auftritt macht Mut. "Wenn der Einsatz stimmt, haben wir auch in Düsseldorf eine Chance. Vielleicht können wir Turu ärgern. Denn ich will das Spiel gewinnen."

Quelle: RP
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