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Handball
Straelener Handballer vor großen Aufgaben

Handball: Straelener Handballer vor großen Aufgaben
Diese jungen Männer wollen in der Landesliga eine gute Rolle spielen: Trainer Dieter Pietralla, Daniel Meyer, Jens Groetelaers, Mario Schaap, Andreas Rath (hintere Reihe v.l.), Marco Verbeek, Joey Sonnen, Jan Friedrich, Maximilian Eickelpooth, Martin Jacobs, Thorsten Arts, Alexander Burghans-Kähler (vorne v.l.). Es fehlen: Danny Mangelmann, Stefan Pieper, Mike Beyer und Martin Pieper. FOTO: Gerhard Seybert
Straelen. Die Frauen freuen sich auf das Abenteuer Regionalliga, die Landesliga-Männer sind nach der Vorbereitung noch nicht in Bestform.

Landesliga der Männer, Gruppe 1: SV Straelen - VT Kempen (Sa., 19.30 Uhr, Sporthalle Schulzentrum). "Ich weiß nicht, wo wir derzeit stehen", sagt SVS-Coach Dieter Pietralla nach einer durchwachsenen Vorbereitung. Selten war das Team komplett, nur beim Testspiel bei der Reserve des TV Aldekerk (Oberliga) konnte man in Bestbesetzung antreten. Und machte dabei eine richtig gute Figur, unterlag mit nur vier Toren Differenz. Weniger gut verlief hingegen das jüngste Aufeinandertreffen mit dem benachbarten Landesligisten TV Issum, gegen den man mit gerade einmal sieben Spielern antrat und eine 17:23-Niederlage kassierte.

Auf ins Abenteuer Regionalliga: Anika Sewing, Leonie Maes, Elena Fiedler, Steffi Heuvels, Trainer Thomas Hoffmann (hintere Reihe von links), Julia Janßen, Maike Ripkens, Tamara Hinsen, Jenny Lennartz, Melanie Schumann, Kathrin Janßen, Maren Prior (vorne von links). Es fehlen: Lena Linssen und Nika Raemakers. FOTO: Gerhard Seybert

Folgt auf eine schlechte Generalprobe eine gelungene Premiere? "Die eine Hälfte der Mannschaft hat richtig gut trainiert, die andere aufgrund von Verletzungen und diverser Verpflichtungen eher sporadisch. Das eine oder andere Sandkorn dürfte sich noch im Getriebe befinden. Vor allem was das Zusammenspiel betrifft, liegt noch einiges im Argen", so Pietralla, der weitgehend auf den Kader der vergangenen Saison zurückgreifen kann.

Allerdings sind längst nicht alle Leistungsträger fit. Marco Verbeek fällt längerfristig aus; Thorsten Arts wird nach seinem zweiten Kreuzbandriss in dieser Saison das grün-gelbe Trikot mit ziemlicher Sicherheit gar nicht überstreifen. Aufgehört haben Nils Janßen und Keeper Tobias Kox. Für ihn hat Martin Pieper den Weg vom Feld zurück ins Tor angetreten. Zum Team gestoßen ist Joey Sonnen. Der A-Jugendliche, eigentlich ein gelernter Rückraumspieler, machte gegen Issum auf Linksaußen eine richtig guten Job. Auf Rechtsaußen soll der im Winter zu den Blumenstädtern gestoßene Jan Friedrich nach leichten Anlaufschwierigkeiten für Wirbel sorgen. Dieter Pietralla: "In der Mannschaft steckt Potenzial. Ich bin gespannt, wie viel wir davon am Samstag abrufen können." Kempen war in der vergangenen Saison ein Gegner, der dem SVS alles abverlangt und einmal sogar knapp geschlagen hat. Spiel Nummer eins könnte also gleich zur Standortbestimmung werden.

Regionalliga Nordrhein der Frauen: SV Straelen - Neusser HV (So., 17.30 Uhr, Sporthalle Schulzentrum). Zwölf Mannschaften, 22 Spieltage, ein Ziel: Straelens Handballerinnen wollen in der neu gegründeten Nordrheinliga die Klasse halten. Nicht mehr und nicht weniger. Mehr dürfte auch nicht drin sein, schließlich gelang den Grün-Gelben der "Aufstieg" in die vierthöchste Spielklasse nur, weil ein anderes Team auf dieses Privileg verzichtete. Zudem verlor man mit Torfrau Steffi Pieper (Karriereende) und Kreisläuferin Zoé Daguhn (spielt jetzt beim Ligakonkurrenten Walsum-Aldenrade) zwei Leistungsträgerinnen. "Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, haben wir eine Chance", zeigt sich SVS-Coach Thomas Hoffmann vorsichtig optimistisch.

Optimismus, der zum einen aus der ordentlichen Vorbereitung erwachsen ist, zum anderen mit den beiden Neuzugängen zu tun hat. Die jüngst an den Niederrhein gezogene Maren Prior, eine wendige, technisch starke Akteurin mit Oberliga-Erfahrung, verleiht dem Straelener Spiel noch mehr Tempo und eine zusätzliche Portion Spielwitz. Zudem konnte in Melanie Schumann eine Torhüterin gewonnen werden, die reichlich Qualität mitbringt. Aus der A-Jugend zum Kader stieß Julia Janßen, die in den Testspielen bereits mehrmals ihr Talent aufblitzen ließ.

Am grundsätzlichen Spielstil der Grpün-Gelben wird sich trotz der Veränderungen wenig ändern. "Es ist, wie es ist: Wir haben nach wie vor keine Spielerin, die aus der zweiten Reihe das eine oder andere einfache Tor machen kann", weiß Hoffmann um das Manko seiner Truppe. Er setzt deshalb - wie bereits seine Vorgänger - auf Tempo. Basis für möglichst viele Treffer über den Gegenstoß soll dafür eine ebenso bewegliche wie flexible Deckung sein. Die bekam ihre Grenzen beim finalen Testspiel gegen den Drittligisten aus Gräfrath schonungslos aufgezeigt. "Im Rückzug und in der Seitwärtsbewegung müssen wir unbedingt besser werden", hat Thomas Hoffmann erkannt.

Zum Saisonauftakt trifft der SVS auf einen alten Bekannten: den Neusser HV. In der vergangenen Spielzeit gab es gegen diesen mit zahlreichen jungen Talenten gespickten Gegner einen Sieg und eine Niederlage. Angepfiffen wird die Partie am Sonntag um 17.30 Uhr in der Halle am Straelener Schulzentrum. Nicht für die Grün-Gelben auflaufen wird an Spieltag Nummer eins Lena Linssen. "Ihre Qualitäten werden uns fehlen", so der SVS-Coach. Dennoch rechnet er sich gegen Neuss einiges aus, hält er die Gäste doch für einen Gegner auf Augenhöhe. "Jetzt gilt's!"

(terh)
 
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