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Lokalsport
SV Sevelen sorgt für einen Paukenschlag

Gelderland. Fußball-Bezirksliga: Gäste bejubeln 1:0-Erfolg beim Topfavoriten SV Scherpenberg. Freude auch in Geldern und Aldekerk. TSV Wachtendonk-Wankum kassiert späten Ausgleich, der SV Walbeck eine 1:5-Pleite gegen Fichte Lintfort. Von Klaus Schopmans

Bezirksliga, Gruppe 4: SV Walbeck - Fichte Lintfort 1:5 (0:2). "Wir sind wieder auf dem Boden der Tatsachen", meinte John Hesen nach der deutlichen Niederlage gegen Fichte Lintfort. Vor allem im ersten Durchgang zeigten die Gäste am Bergsteg eine starke Leistung, mit sicherem Kombinationsspiel und schnellen Vorstößen hatten die Walbecker so ihre Probleme. Die Heimelf hatte kaum Zugriff auf das Spiel, wenig überraschend die Führung der Lintforter in der 13. Minute, der nur vier Minuten später das 0:2 folgte. Nur eine Großchance hatte Walbeck im ersten Durchgang durch Phillip Pertz, der vor der Pause den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatte. Nach dem Wechsel wurde das Spiel der Gastgeber dann aber mutiger. Jetzt ging es auch in Richtung Lintforter Tor, und es gab erste Möglichkeiten. Nach schönem Zuspiel von Felix Lamers erzielte Phillip Pasch frei stehend vor dem Gästetor den Anschlusstreffer in der 56. Spielminute. Doch die nun berechtigten Hoffnungen auf einen Ausgleich wurden nur fünf Minuten später durch ein Kontertor der Gäste, die immer mal wieder gefährlich vor dem Walbecker Tor auftauchten, zunichte gemacht. "Das war der Knackpunkt im zweiten Durchgang, aufgrund einer schwachen ersten Hälfte war die Niederlage verdient", resümierte Hesen. Walbeck versuchte zwar noch Boden gut zu machen, eröffnete damit den Gästen aber auch Räume, die diese zu zwei weiteren Toren nutzten.

GSV Geldern- GSV Moers 3:2 (1:0). Es geht weiter aufwärts beim GSV Geldern, der mit diesem wichtigen Heimsieg gegen den GSV Moers erst einmal Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle gefunden hat. Die schnelle Führung von Cristian Voicu in der vierten Minute gab zunächst Sicherheit. Die Gelderner diktierten das Spiel, auch wenn sich vor den Toren in den ersten 45 Minuten nur wenig abspielte. Die 2:0-Führung, die wieder Cristian Voicu nur eine Minute nach Wiederanpfiff erzielte, war dann aber nur ein trügerisch sicherer Vorsprung. "Da hatte ich ein Déjà-vu-Erlebnis", meinte Trainer Peter Streutgens, als die Gäste in der 55. und 59. Minute mit einem Doppelpack ausgleichen - zuletzt hatte seine Mannschaft in Haldern eine 2:0-Führung verspielt. Zum Glück musste sich der Gelderner Trainer nicht lange über den Ausgleich ärgern, Skerdilaid Haxhimusa richtete es nur fünf Minuten später mit seinem Tor zur 3:2-Führung. Dabei blieb es auch, danach hatten die Gelderner das Spiel wieder im Griff. "Der Sieg ist ganz wichtig für die Moral der Mannschaft und hat den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigt", sagte Trainer Peter Streutgens nach der Partie.

SV Scherpenberg - SV Sevelen 0:1 (0:1). Für die mitgereisten Fans des SV Sevelen war das Spiel sicher kein fußballerischer Leckerbissen. Der SV Scherpenberg, mit doch recht hohen Ansprüchen in die neue Saison angetreten, muss nach dieser Heimpleite gegen den SV Sevelen nun erst mal kleine Brötchen backen. Es war auf der Aschenbahn im Moerser Ortsteil schon ein echtes Kampfspiel, was die Sevelener dort ablieferten. Gegen die technisch versierten Scherpenberger hatte Trainer Thorsten Fronhoffs natürlich auf eine Defensivtaktik gesetzt, die letztendlich auch aufging. Aber einige schnelle Konter konnte sein Team schon nach vorne bringen. Das Tor des Tages für die Gäste fiel dann in der 36. Spielminute, als Andreas Terhoeven einen Elfmeter verwandelte. Der Verursacher sah die Gelb-Rote Karte und somit war Scherpenberg für die restliche Spielzeit nur noch mit zehn Akteuren präsent.

Das machte es für die Gäste aber keineswegs leichter. "Im zweiten Durchgang haben wir jeden Zweikampf angenommen, wir sind da teilweise auch über unsere Schmerzgrenze gegangen", wusste Trainer Thorsten Fronhoffs zu berichten. Am Ende hatten die Sevelener aber dass Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Sevelens Schlussmann Jonas Terstegen war dann auch einer der Glücksbringer, als er in der 78. Minuten nicht nur einen Elfmeter sonder auch noch die drei Punkte für sein Team festhielt. "Das war ein sehr hart erkämpfter Erfolg, jetzt müssen wir weiter in dieser Spur bleiben", meinte Trainer Fronhoffs.

Gruppe 3: ASV Süchteln - FC Aldekerk 1:1 (0:1). Das war schon ein Achtungserfolg, den sich der Aufsteiger aus Aldekerk beim Mitfavoriten auf die Meisterschaft erarbeitet hat. Hurrafußball nach vorne war für die Gäste natürlich nicht angesagt. "Wir haben gut und diszipliniert verteidigt und versucht, einige Nadelstiche nach vorne zu setzen", so Trainer Marc Kersjes. Mit einem solchen Nadelstich in der 20. Minute war Jannis Altgen erfolgreich, der eine Unachtsamkeit in der Süchtelner Hintermannschaft ausnutze und nach einem Alleingang die Führung erzielte. Trotz des Rückstands blieb die Heimelf weiter spielbestimmend und die Aldekerker mussten viel investieren, um den knappen Vorsprung zu halten. Das gelang dann auch bis zur 75. Minute. Da wurde dem ASV ein berechtigter Elfermeter zugesprochen, diese Chance ließ sich der Gastgeber nicht entgehen. Dabei blieb es dann bis zum Schuss und Trainer Kersjes war hochzufrieden: "Wir sind auf einem sehr guten Weg und mit dem Saisonstart natürlich mehr als zufrieden."

SC Waldniel - TSV Wachtendonk-Wankum 1:1 (0:0). Nein, zufrieden war Trainer Wilfried Steeger mit dem Punktgewinn in Waldniel nicht. Denn bis zur 90. Minute führte sein Team noch mit 1:0, ein Foulelfmeter in der Nachspielzeit, den die Gastgeber zum Ausgleich einschossen, machte die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg zunichte. "Dieser Elfmeter war völlig überflüssig. Das ist nicht zum ersten Mal passiert und hat uns schon vier Punkte gekostet", ärgerte sich der TSV-Coach. Es war kein hochklassiges Spiel in Waldniel, in einer ausgeglichenen ersten Hälfte sah man auf beiden Seiten nur wenige Tormöglichkeiten. Nach der Pause waren dann die Gäste das aktivere Team, die durch Domenik Idel in der 54. Minute in Führung gingen. "Wir hatten dann noch einige Möglichkeiten, doch der letzte Ball wollte nicht ankommen", so Steeger weiter. Die Waldnieler hatten eigentlich so gut wie keine Chancen in den zweiten 45 Minuten. Dass die Wachtendonker den Sack nicht zumachten, sollte sich in der Nachspielzeit rächen, denn die Elfmeterchance ließen sich die Hausherren nicht nehmen und erzielten damit noch den nicht mehr erwarteten Ausgleichtreffer.

Quelle: RP
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