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Handball
SV Straelen am Ende kalt erwischt

Handball: SV Straelen am Ende kalt erwischt
Der SV Straelen - hier Lena Linssen im Angriff - legte nach einem anfänglichen Rückstand eine tolle Moral an den Tag. Der Lohn blieb allerdings aus. Die Gäste fingen sich in der Schlussminute zwei Gegentore ein und mussten eine bittere Niederlage hinnehmen. FOTO: Markus van Offern
Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: TV Aldekerk feiert Kantersieg beim Vorletzten ETuS Wedau und behauptet problemlos die Tabellenführung. Der SV Straelen gerät in Solingen ins Straucheln und kassiert seine sechste Saisonniederlage.

ETuS Wedau - TV Aldekerk 22:38 (9:20). Wie erwartet hatte der Oberliga-Spitzenreiter aus Aldekerk keine Mühe, die Punkte aus Duisburg zu entführen. Die Gäste diktierten gestern Abend das Spiel und behaupteten problemlos die Tabellenführung. Der Vorletzte um Neu-Trainer Andreas Dellbrügge begegneten dem Titelaspiranten nur in den ersten Minuten auf Augenhöhe - anschließend spielten nur noch die Gäste.

In der ersten Halbzeit demonstrierte der ATV sofort seine Stärke und stellte den Gegner mit einer offenen 5:1-Deckungsformation vor unlösbare Probleme. "Wir haben richtig gut gedeckt", lobte Trainerin Dagmara Kowalska ihre Schützlinge nach der Begegnung. "Pia Kühn in der Spitze und die fünf anderen dahinter haben einen guten Job gemacht." In der Offensive hielten die Grün-Weißen das Tempo durchgehend hoch und ließen den Gastgeberinnen keine Ruhepausen. Die klare Führung zum Seitenwechsel war Lohn für gute Arbeit und gab Kowalska Raum für Experimente.

Zwar trafen die Duisburgerinnen nun einige Male aus dem Rückraum, doch der Auswärtssieg geriet selbstverständlich nie in Gefahr. "In einigen Situationen waren wir etwas zu defensiv und haben die nötige Aggressivität vermissen lassen", fand Kowalska trotz des Kantersieges noch ein Haar in der Suppe. Im Angriff lief es für die Aldekerkerinnen weiter rund, so dass am Ende ein auch in der Höhe verdienter Erfolg heraussprang. "Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gezeigt", zeigte sich die polnische Ex-Nationalspielerin mit der Vorstellung ihres Teams zufrieden. "Das war eine gute Vorbereitung auf das kommende Wochenende. Dann kommt die zweite Mannschaft des HSV Gräfrath zu uns, die uns sicherlich mehr fordern wird." TV Aldekerk: Schindowski, Steller - Rottwinkel (9), Beyer (6), A. Huppers (6), Kühn (5), F. Huppers (5), Heimes (3), Kern (2), Benninghoff (2), Grützner, Nagel.

HSV Solingen-Gräfrath II - SV Straelen 32:31 (18:16). Eine am Ende unglückliche, aber nicht unverdiente Niederlage kassierte das Team von Harry Mohrhoff in Solingen. "Wir waren in der Defensive immer wieder einen Schritt zu langsam, haben dem Gegner das Torewerfen ziemlich einfach gemacht", sagte Straelens Trainer nach 60 in der Schlussphase dramatischen Minuten. Die begannen für die Blumenstädter mit einem klassischen Fehlstart und einem schnellen 1:7-Rückstand. Davon ließen sich die Grün-Gelben jedoch nicht schocken. Nach einem Torwartwechsel arbeitete sich der SVS ins Spiel, konnte auf 7:8 verkürzen, um dann aber bis zum Pausenpfiff durchweg einem Ein- bis Drei-Tore-Rückstand hinterher zu hecheln.

"Vorne haben wir einen ordentlichen Job gemacht, viele gute Entscheidungen getroffen. Hinten hat es jedoch überhaupt nicht gepasst", so Mohrhoff. Beim Spielstand von 16:18 ging es in die Kabine. Gleich nach Wiederanpfiff trafen die Blumenstädter zum Ausgleich. Doch Solingen konterte, brachte wieder Luft zwischen sich und den Gegner (21:25). "Meine Spielerinnen haben Moral bewiesen", sah Harry Mohrhoff, wie seine gesundheitlich angeschlagene Truppe letzte Kräfte mobilisierte. Und dafür fast noch belohnt wurde. 90 Sekunden vor Schluss traf der SVS zum 31:30, der ersten und leider auch einzigen Führung.

Doch es sollte noch nicht einmal zu einem Punkt reichen. Solingen erzielte schnell das 31:31, Straelen verlor 16 Sekunden den Ball, um sich im finalen Angriff der Partie denkbar ungeschickt anzustellen. "Anstatt sich mit dem Unentschieden zufrieden zu geben, wurde versucht, den Ball abzufangen. Das ging prompt daneben", ärgerte sich Mohrhoff über die letzte Aktion der spannenden Begegnung, die beim Gastgeber für großen Jubel und bei Grün-Gelb für lange Gesichter sorgte.

SV Straelen: Heines, Bleidtner - Sewing (10/3), Fiedler (7/2), Zoé Daguhn (6), Linssen (3), van Bebber (2), Geelen (2), K. Janßen (1), Gubbels, J. Janßen, Ripkens, Maes.

(terh/CaB)
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