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Handball
SV Straelen bleibt ATV auf den Fersen

Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: Spitzenreiter TV Aldekerk behauptet seine Position mit einem ungefährdeten 29:20 gegen den TV Walsum-Aldenrade. Der Tabellendritte aus Straelen bestätigt seine gute Form gegen Mettmann Sport.

TV Aldekerk - TV Walsum-Aldenrade 29:20 (12:9). Willi Nellessen, stellvertretender Vorsitzender des ATV, zog nach der Partie ein treffendes Fazit: "Am Ende zählen die beiden Punkte". Tatsächlich taten sich die Aldekerker Handballerinnen gegen die Mannschaft aus dem Duisburger Norden recht schwer, ehe der Heimsieg unter Dach und Fach war. Pia Kühn, Jana Grützner und Pia Rütten hatten schon vor dem Anpfiff verletzt passen müssen, Meike Kern saß mit Knieproblemen zu Beginn draußen.

"Wir sind gegen einen unangenehmen Gegner heute nur langsam in Tritt gekommen", stellte auch Trainerin Dagmara Kowalska nach dem Abpfiff fest. "Es hat gedauert, bis wir ins Spiel gekommen sind und ins Tempospiel gefunden haben." Die Aldekerkerinnen hatten zwar von Beginn an die Nase vorn, doch ließen sich die Gäste nicht abschütteln. Walsums Trainer Manfred Wählen ließ gegen die linke Angriffsseite des ATV offensiv verteidigen und nahm so etwas Schwung aus den Aktionen der Gastgeberinnen.

Es dauerte bis zur Mitte der zweiten Halbzeit, ehe sich der Tabellenführer aus Aldekerk deutlich absetzen konnte. Da lief der Ball endlich flüssig durch die Reihen, so dass sich die Grün-Weißen deutliche Vorteile verschafften. Kowalska wechselte viel und gab auch den jungen Spielerinnen eine Chance. Am Ende stand ein deutlicher Sieg, der hart erarbeitet, aber nie ernsthaft in Gefahr geraten war. "Wir haben den Kopf nicht hängen lassen und uns heute gegen alle Widrigkeiten durchgekämpft", lautete das Fazit der Trainerin. Gute Noten verdienten sich am gestrigen Abend Tugce Cengiz mit einer starken Leistung im Tor und Fabienne Huppers, die mit acht Treffern erfolgreichste Werferin war. TV Aldekerk: Cengiz, Schindowski - F. Huppers (8/2), Heimes (7), Kern (5/1), Rottwinkel (3), A. Huppers (2), Akeredolu (2), Beyer (1), Nagel (1), Benninghoff, Karpowitz, Dahners und Bleckmann.

SV Straelen - Mettmann Sport 27:19 (11:10). Am Ende konnten die Grün-Gelben doch noch einen deutlichen Sieg verbuchen, warfen Mettmann mit 27:19 aus der Stadthalle. "Es war aber ein ganz hartes Stück Arbeit. Zum einen hatte sich Mettmann sehr gut auf uns vorbereitet, zum anderen haben wir uns lange Zeit zu sehr mit Nebensächlichkeiten beschäftigt", sagte SVS-Coach Harry Mohrhoff nach der Partie.

Mit "Nebensächlichkeiten" meinte er vor allem das Schiedsrichtergespann, dessen zum Teil gewöhnungsbedürftige Entscheidungen hüben wie drüben zu einer Mischung aus Erstaunen und Kopfschütteln sorgten. "Uns fehlte es wegen vieler kleiner Unkonzentriertheiten am nötigen Spielfluss, um die Abwehr des Gegners auszuhebeln", erklärte Mohrhoff das stete Hin und Her in Halbzeit eins. Mal lag Straelen vorn (7:5), mal Mettmann (9:8). In die Pause ging es schließlich mit einer knappen Führung für den SVS (11:10).

Nach Wiederanpfiff präsentierte sich die Mannschaft von Harry Mohrhoff ganz anders. "Uns ist es gelungen, Geschwindigkeit aufzunehmen", nannte der SVS-Coach den Schlüssel zum Erfolg. Vor allem Katrin Geelen auf der halbrechten Position und Kreisläuferin Zoé Daguhn profitierten von der Tempoverschärfung, trafen in schöner Regelmäßigkeit. Die Grün-Gelben setzten sich auf 21:15 ab und profitierten am Ende von ihrer konditionellen Überlegenheit. "Die zweite Hälfte war richtig gut", lobte Mohrhoff, der in der Defensive die Leistung von Steffi Heuvels hervorhob.

SV Straelen: Pieper, Heines - Geelen (6), Linssen (6), Zoé Daguhn (6), Sewing (5/3), Heuvels (2), K. Janssen (1), Ripkens, Maes, Heckmanns, van Bebber, J. Janssen.

(CaB/terh)
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