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Jugendfußball
SV Straelen feiert die Aufsteiger-Humba

Jugendfußball: SV Straelen feiert die Aufsteiger-Humba
FOTO: Julian Holla
Oberhausen/Straelen. Im zweiten Anlauf hat's geklappt: Die A-Junioren der Grün-Gelben haben sich mit einem 2:0-Erfolg für die Niederrheinliga qualifiziert. Von Volker Himmelberg

Entscheidungsspiel zum Aufstieg in die Fußball-Niederrheinliga der A-Junioren: SV Uedesheim - SV Straelen 0:2 (0:1). Nur gut, wenn man eine echte "Rampensau" in seinen Reihen hat. Wenige Sekunden nach dem Abpfiff schnappte sich Lucas Holla das Mikro und scharte seine Mitspieler um sich. Die Straelener Jungs erfüllten begeistert den Wunsch nach den Buchstaben "H", "U", "M" und "B". Folgerichtig war auch noch das "A" an der Reihe - in diesem Moment gab's kein Halten mehr. "Aufsteiger" schallte es über den Kunstrasenplatz in Oberhausen - die Party in Grün und Gelb konnte beginnen.

Zuvor hatten die A-Junioren des SV Straelen, die eine Woche zuvor im Kampf um den Gruppensieg äußerst unglücklich am VfR Fischeln gescheitert waren, ihr großes Ziel im zweiten Anlauf erreicht. Die Grün-Gelben waren zwar gestern gegen den Nachwuchs des Neusser Clubs SV Uedesheim von Beginn an spielerisch klar überlegen. Doch da die Chancenverwertung über weite Strecken das große Manko war, musste fast bis zum Schluss gezittert werden. Erst als sich der kurz zuvor eingewechselte Sven van Bühren in der 87. Minute ein Herz fasste und mit einem platzierten Schuss das 2:0 erzielte, stand fest: Die A-Jugend des ambitionierten Fußball-Landesligisten mischt in der kommenden Saison in der Niederrheinliga mit.

Straelener Freudentänzchen: Die A-Junioren der Grün-Gelben starteten gestern nach dem 2:0-Erfolg gegen den SV Uedesheim in Oberhausen die große Aufstiegs-Party. Erleichterung auf der Trainerbank: Co-Trainer Toni Pütz und sein "Chef" Panagiotis Charalambakis verabschieden sich mit dem Aufstieg; auch Bernd Janhsen und Betreuer Karl-Heinz Krantzen (v.l.) freuten sich mit dem Nachwuchs. FOTO: Julian Holla

Auf dem "neutralen" Kunstrasen in Oberhausen, den sich ansonsten die Vereine Concordia und Adler teilen, erwischte der Straelener Nachwuchs einen Start nach Maß. Gerade einmal zwölf Minuten waren gespielt, als Maik Hemmers zum Kopfball hochstieg und den umjubelten Führungstreffer erzielte. Der junge Mann, der zuvor einige Jahre lang im Jugendbereich von Borussia Mönchengladbach im Einsatz war, hatte zuletzt schon in Fischeln getroffen.

Anschließend begann auf der Gästebank die Zeit des kollektiven Haareraufens. Trainer Panagiotis Charalambakis, seine Assistenten Toni Pütz und Bernd Janhsen und Betreuer Karl-Heinz Krantzen mochten mitunter kaum noch hinsehen, weil ihre Jungs selbst die klarsten Gelegenheiten versemmelten. Sowie beispielsweise Marwin Driessen, der in der 24. Minute nach Vorarbeit von Justin Diederichs-Wendt den Ball aus kurzer Distanz über die Latte beförderte.

Dann gab's zunächst etwas, woran sich die Fußballer in diesem "Sommer" schon gewöhnt haben. Hagel, Blitz und Donner über Oberhausen: Schiedsrichter Alexander Busse musste die Partie knapp eine Viertelstunde lang unterbrechen. Anschließend sahen die rund 200 Zuschauer das gewohnte Bild. Der SV Straelen verpasste in schöner Regelmäßigkeit das 2:0, während der biedere Gegner aus Neuss wenige Lebenszeichen von sich gab.

Richtig gefährlich wurde es noch einmal in der 70. Minute, als SVS-Keeper Nick Esser sich vergeblich nach einem Kopfball streckte, der aber letztlich an der Latte landete. "Es macht keinen Sinn, das Ergebnis über die Zeit retten zu wollen", meinte Stephan Houben, neuer Trainer des Straelener Landesliga-Teams, der mit seinem Assistenten Khaled Daftari und Sportdirektor Ilja Ludenberg das Spiel von der Tribüne aus verfolgte.

Die Hoffnungsträger auf dem Platz hatten diese Worte offenbar gehört. Ein weiterer Hemmers-Kopfball wurde auf der Linie geklärt, Augenblicke später rettete der Uedesheimer Keeper mit einer Fußabwehr. Es folgte der Schuss ins Glück von Sven van Bühren: Der SV Straelen ist Niederrheinligist. Ab sofort übernimmt Markus Hilgemann das sportliche Kommando. Er löst Panagiotis Charalambakis ab, der sich ebenso wie Toni Pütz mit dem Aufstieg verabschiedet hat.

SV Straelen: Esser - Holla (84. Sauren), Akman, Putschbach, Wittfeld, Driessen, Ingenpaß, Heuvens, Rost, Hemmers, Wendt (79. van Bühren)..

Quelle: RP
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