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Lokalsport
SV Straelen kämpft die Panther nieder

Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: Gastgeberinnen beenden eine gelungene Saison mit einem starken Auftritt gegen die Spielgemeinschaft aus dem Bergischen. Der Tabellendritte TV Aldekerk kassiert knappe 27:28-Niederlage in St. Tönis.

TS St. Tönis - TV Aldekerk 28:27. Das letzte Spiel der Oberligasaison kostete die Zuschauer in der Sporthalle Corneliusfeld sowie die Spielerinnen auf dem Feld einige Nerven. Die beiden Teams hatten sich über 60 Minuten nichts geschenkt und gekämpft, als ginge es noch um Aufstieg oder Klassenerhalt. Im Gleichschritt bewegten sich die beiden Teams erst in Richtung Pause und nach dem Seitenwechsel auch dem Schlusspfiff entgegen.

Eine Aldekerker Hochphase kurz nach dem Seitenwechsel mit einer 20:16-Führung hatten die Gastgeberinnen wettmachen können und beim 20:20 schnell wieder für normale Verhältnisse gesorgt. Ein Unentschieden wäre dann vielleicht auch gerecht gewesen. Doch ist der Sport nicht immer gerecht. Kurz vor dem Schlusspfiff brachten die Hausherrinnen das Spielgerät mit einem Rückraumwurf und der letzten Aktion des Spiels über die Aldekerker Torlinie und sicherten sich so die letzten beiden Punkte dieser Saison.

"Es war schon ein bisschen ärgerlich", sagte Trainer Carsten Hilsemer nach dem Schlusspfiff. "Wir hatten Gelegenheiten genug, die Partie sicher nach Hause zu bringen. Am Ende hielt Susann Close die entscheidenden Bälle. Und wir stehen mit leeren Händen da." Doch verärgert war er trotz der Niederlage dennoch nicht. "Es war ein guter Saisonabschluss. Nur hat leider das falsche Team am Ende gewonnen", sagte der ATV-Coach mit einem Augenzwinkern.

SV Straelen - HSG Bergische Panther 31:27 (15:12). Die Blumenstädter blieben ihrer Linie auch im letzten Saisonspiel treu. 31 Mal brachten sie das Runde im Eckigen unter, feierten so nach 60 temporeichen Minuten den 18. Sieg im 26. Spiel. Unterm Strich ergibt das Platz vier in der Tabelle. "Ein Ergebnis, auf das die Mädels richtig stolz sein können. Mit solch einem Resultat hat vor der Saison niemand gerechnet, nicht einmal wir selbst", sagte SVS-Coach Harry Mohrhoff nach dem tollen Ende einer durch und durch grandiosen Spielzeit.

Bevor die Partie gegen die Bergischen Panther angepfiffen wurde, hieß es jedoch zunächst einmal, den Hut zu ziehen. Steffi Pellens, Eva Broeckmann und Andrea Lüfkens, letztere in urlaubsbedingter Abwesenheit, wurden vor großem Publikum in der gut besuchten Stadthalle in den handballerischen Ruhestand verabschiedet. Der eine oder andere Kloß im Hals war jedoch schnell heruntergeschluckt. Die Grün-Gelben legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Das schnelle 4:1 konnten die Gäste noch kontern, doch wenig später zogen die Straelenerinnen von 6:6 auf 11:7 davon. "Wir haben uns immer wieder kleinere und größere Unachtsamkeiten geleistet, den Panthern so die Chance gegeben, dranzubleiben", sah Mohrhof sein Team mit einer 15:12-Pausenführung in die Kabine gehen.

Nach dem Gummiband-Prinzip ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Grün-Gelb legte vor, der Gast, der auf den Einsatz seiner stärksten Spielerin weitestgehend verzichtete, rückte immer wieder auf zwei Tore heran (17:15, 24:22, 29:27). Mehr ließen die Blumenstädter aber nicht zu, so dass das große Zittern ausblieb. "Es war ein Spiel ohne die ganz großen Emotionen. Man hat beiden Teams angemerkt, dass sie nach einer langen Saison nicht mehr alles abgerufen haben", so Harry Mohrhoff. Von Freundschaftsspiel-Charakter, es gab gerade einmal eine Zeitstrafe zu verzeichnen, wollte er dennoch nichts wissen. "Wir wollten gewinnen. Und das haben wir dann ja auch."

(CaB/terh)
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