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Handball
SV Straelen macht aus der Not eine Tugend

Straelen. Handball-Landesliga: Die Grün-Gelben überzeugen trotz einer 21:23-Niederlage gegen den Tabellenvierten.

SV Straelen - TV Schwafheim 21:23 (9:13). Der SV Straelen war gegen den Tabellenvierten aus Schwafheim von vorneherein krasser Außenseiter. Erst recht, als in Nermin Rufatovic und Marco Verbeek zwei Torgaranten im Rückraum kurzfristig absagen mussten. "Damit war Jens Groetelaers unser letzter verbliebener Kanonier. Und der wurde ganz schnell an die kurze Leine gelegt", sagte SVS-Coach Dieter Pietralla.

Der Trainer griff tief in die Trickkiste und förderte eine Taktik zu Tage, die den spielstarken und auf allen Positionen sehr gut besetzten Gästen gar nicht schmeckte. Er stellte Torsten Arts Schwafheims Spielmacher Steffen Heger auf die Füße und beauftragte Danny Mangelmann damit, dessen Bruder Gerrit nicht aus den Augen zu lassen.

Ein Plan, der zunächst nur bedingt aufging, weil das Offensivspiel der Grün-Gelben erwartungsgemäß krankte. "In der Defensive haben die Jungs einen richtig guten Job gemacht. Vorne fehlten uns die Möglichkeiten und zum Teil auch der Mut", analysierte Pietralla. Hinzu kamen überhastete und unglückliche Abschüsse.

In der Summe sprang anfänglich eine 11:5-Führung der Gäste heraus. Die Grün-Gelben ließen sich jedoch nicht hängen, holten sich in der Abwehr und mit Unterstützung des starken Torhüters Tobias Kox Selbstvertrauen zurück. Bis zur Pause verkürzte der Gastgeber auf 9:13 und blies nach Wiederanpfiff zur Aufholjagd. Angeführt vom bärenstarken Torsten Arts rückte Grün-Gelb den Gästen bis auf 17:18 auf die Pelle.

Erst zwei "Zaubertore" der Heger-Brüder - Pietralla: "Solche Aktionen sieht man in der Landesliga selten bis gar nicht" - brachten den SV Straelen endgültig auf die Verliererstraße." "Schwafheim war zwar erwartungsgemäß die bessere Mannschaft. Doch unsere Leistung sollte uns Mut für die kommenden Aufgaben geben", lautete das Fazit von Dieter Pietralla nach der 21:23-Niederlage.

SV Straelen: Kox, Eickelpoth - Arts (7), Groetelaers (4), Mangelmann (3), Andreas (3), D. Rufatovic (2/2), Beyer (1), Burghans-Kähler, S. Misera, Janßen, M. Pieper.

(terh)
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