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Handball
SVS erstürmt Festung Forstenberghalle

Handball: SVS erstürmt Festung Forstenberghalle
Die Straelenerin Katrin Geelen (l.) wühlt sich durch die gegnerische Abwehr. Sie trug vier Tore zum Sieg ihrer Mannschaft bei. FOTO: Markus van Offern
Straelen. Handball-Nordrheinliga: Der Anfang ist gemacht. Die Handballerinnen des SV Straelen kamen zu ihren ersten Punkten in der aktuellen Saison. Denkbar knapp mit 29:28 (17:13) gewannen sie bei Treudeutsch Lank. Von Michael Terhoeven

Die Halle tobt. Kurz vor Schluss trifft Lank zum Ausgleich. 28:28. 65 lange Sekunden stehen noch auf der Hallenuhr, ehe die 60 Minuten voll sind und das Ergebnis feststeht. Die Partie steht auf Messers Schneide. Auszeit SV Straelen. "So etwas muss man am Sonntagabend nicht haben, zumal wir das Spiel schon viel früher hätten entscheiden können, wenn nicht sogar müssen", erzählt SVS-Coach Thomas Hoffmann von einer an Spannung und Dramatik schwer zu überbietenden Schlussphase.

Dem Straelener Coach war klar: Die Zeit einfach nur herunterzuspielen, wird nicht funktionieren. Es braucht eine Mischung aus Geduld und Mut, um nach einer verspielten Fünf-Tore-Führung am Ende nicht sogar mit leeren Händen dazustehen. Und dann machten seine Spielerinnen, die sich zuvor in unschöner Regelmäßigkeit kleinere und größere Fehler geleistet hatten, alles richtig. Zweikämpfe wurden gesucht und gefunden, das nach Zeitspiel schreiende Publikum ausgeblendet und schließlich der entscheidende Pass gespielt. Der landete in den Händen von Steffi Heuvels, die fünf Sekunden vor Ultimo zum 29:28 traf. Der Rest war Jubel in Grün-Gelb.

Bis zur Erstürmung der Festung Forstenberg hatten die Handballerinnen aus der Blumenstadt jedoch Schwerstarbeit zu verrichten. Die ging ihnen in Halbzeit eins ziemlich leicht von der Hand. Obwohl ohne Lena Linßen angetreten, fand der SVS immer wieder Mittel und Wege, Tormöglichkeiten zu kreieren und diese auch zu nutzen. "Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen, haben schnell mit 5:0 geführt", sagt Hoffmann. Im Anschluss daran fand der Gastgeber zwar besser ins Spiel, Straelen hielt die Zügel jedoch weiterhin fest in der Hand. Näher als auf drei Treffer ließ man Lank nicht herankommen. Zur Pause lag Grün-Gelb mit 17:13 vorn.

Nachdem Katrin Geelen in der 38. Spielminute zum 21:17 getroffen hatte, begann das große Zittern. "Wir haben uns das Leben zu einem guten Teil selber schwergemacht", ärgerte sich Hoffmann über Fahrlässigkeiten in Abwehr und Angriff. Lank kam, mit dem bekannt lautstarken Publikum im Rücken, ins Rollen. Straelens Handballerinnen hielten dagegen, hatten jedoch ihre liebe Müh' und Not, dem Ansturm standzuhalten.

In der 51. Minute war es dann passiert: Lank traf zum 24:24. Ein Doppelschlag von Kathrin Janßen verschaffte den Grün-Gelben noch einmal etwas Luft, die ihnen auf der Zielgeraden auszugehen drohte. "Die Mädels haben alles rausgequetscht, was in ihnen steckte. Das war ein starker Auftritt mit zwei Punkten, die uns richtig guttun", sagt Trainer Hoffmann mit Blick auf die Tabelle, in der sein Team einen kleinen Sprung nach vorn gemacht hat. "Der Anfang ist gemacht", stellt ein ebenso zufriedener wie erleichterter SVS-Coach fest.

SV Straelen: Schumann, Hinsen - Sewing (10/3), Heuvels (6), Geelen (4), K. Janssen (4), Fiedler (4/1), Prior (1), Maes, Ripkens, J. Janssen, Raemakers. Nächstes Spiel: SV Straelen - TSV Bonn rrh. (Sonntag, 15. Oktober, Schulzentrum).

Quelle: RP
 
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