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Handball
SVS gibt sich erst nach großem Kampf geschlagen

Straelen. Handball-Nordrheinliga Frauen: SV Straelen - TuS Königsdorf 24:25 (10:16). Viel hatten sich die Grün-Gelben vorgenommen, doch als Anika Sewing beim Spielstand von 2:6 den dritten von bis dahin drei Siebenmetern verwarf, schien die Luft nach gerade einmal zwölf Spielminuten schon wieder raus zu sein. Zu dominant agierte Königsdorf in der Offensive, war dort mit konsequentem Tempospiel und knallharten Würfen aus der zweiten Reihe erfolgreich. Nach einer vogelwilden Phase, in der Straelen auf 6:8 verkürzte, gelang es den körperlich und technisch überlegenen Gästen sich bis zur Halbzeit auf 16:10 abzusetzen. Eine Führung, die auch in dieser Höhe verdient war.

Königsdorf fühlte sich zu sicher. Trainer Henning ten Brink wechselte seine bärenstarke Torfrau aus. Keine gute Entscheidung, zumal die Blumenstädter nicht gewillt waren, sich in ihr vermeintliches Schicksal zu ergeben. Von Minute zu Minute bissen sie sich mehr ins Spiel. Vor allem die Defensive steigerte sich sehr deutlich. Freie Würfe, egal aus welche Distanz, wurden kaum noch zugelassen.

Wenn doch, bekam Straelens Torhüterin Melanie Schumann immer häufiger die Finger an den Ball. So robbten sich die Grün-Gelben langsam aber stetig heran, verkürzten in der 44. Minute auf 16:19 und waren mit dem Treffer zum 19:20 ganz nah dran an einem zunehmend verunsichert wirkenden Gegner.

Die Halle wurde zum Tollhaus. Was folgte, war ein Kampf mit offenem Visier. "Uns ist es leider nicht gelungen, den Ausgleich zu erzielen. Wer weiß, was dann passiert wäre", sagte SVS-Coach Thomas Hoffmann. Besonders bitter: Beim Stand von 23:24 entschieden die gut leitenden Schiedsrichter 43 Sekunden vor Schluss auf Strafwurf für Königsdorf. Die vorangegangene Aktion hätte durchaus auch als Stürmerfoul gewertet werden können.

Martyna Dega bewies Nervenstärke. Der finale Treffer von Anika Sewing zum 24:25 reichte nicht mehr, um den ersten Punkt einzufahren. Hoffmann: "Schade, wirklich schade. Den Mädels ist nichts vorzuwerfen, sie haben in der zweiten Halbzeit fast alles richtig gemacht."

SV Straelen: Schumann, Hinsen - Fiedler (8/3), Sewing (6/1), Prior (3), Heuvels (3), Linßen (2), Raemakers (2), Geelen (1), Ripkens, J. Janssen (n.e.).

(terh)
 
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