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TV Aldekerk hat sich aus dem Tal befreit

Lokalsport: TV Aldekerk hat sich aus dem Tal befreit
Der TV Aldekerk - hier Svenja Rottwinkel - ist wieder da ! Nach dem Triumph beim Tabellenführer TSG Eddersheim möchte die Mannschaft heute den nächsten Schritt in Richtung Drittliga-Klassenerhalt machen. FOTO: Heinz Spütz
Aldekerk/Straelen. Dritte Handball-Liga der Frauen: Nach dem überraschenden Sieg beim Tabellenführer wollen die Grün-Weißen den Vorsprung auf die Abstiegszone vergrößern. Oberligist SV Straelen ist nach zwei Siegen in Folge fast gesichert.

Dritte Handball-Liga der Frauen: TV Aldekerk - HSG Gedern/Nidda (heute, 18.30 Uhr, Vogteihalle). Der freie Fall, in dem sich die Aldekerker Handballerinnen befunden hatten, konnte erst einmal gestoppt werden. Der unverhoffte Sieg beim Tabellenführer in Eddersheim verschafft der Mannschaft von Dagmara Kowalska im Abstiegskampf ein bisschen Luft, die sie auch dringend gebraucht hat. Dieser Erfolg ist auch mit dem Namen Jessica Jochims verbunden, die am vergangenen Wochenende zu Beginn des zweiten Durchgangs das Aldekerker Tor hütete und ihren Teil zum Sieg beisteuerte.

Die Qualität der erstligaerfahrenen Torhüterin ist unbestritten. Doch war es nicht ein Torwartproblem, das die Mannschaft von der Spitze bis in die Niederungen der Tabelle geführt hat. Vielmehr brachte ihre Hereinnahme den vielleicht entscheidenden Impuls, der der Mannschaft den Glauben zurückbrachte. Den Glauben an sich selbst, die eigenen Fähigkeiten und den Willen, damit etwas zu erreichen.

Dieser Wille ist auch heute gefragt, wenn der direkte Konkurrent aus dem hessischen Nidda ab 19.30 Uhr seine Visitenkarte in der Vogteihalle abgibt. Ein weiterer Sieg wäre wichtig, um den Vorsprung auf die Abstiegszone zu vergrößern. "In Eddersheim haben wir eine tolle Leistung gezeigt", sagt Trainerin Dagmara Kowalska. "Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, sondern müssen diesen Auftritt bestätigen." Kreisläuferin Lisa Beyer fällt wegen einer Verletzung weiterhin aus. Doch auch ohne die Abwehrchefin lief es am vergangenen Wochenende, weil jede Spielerin bereit war, für den Sieg alles zu geben. Die Marschroute ist ausgegeben, gegen 21 Uhr wird man sehen, wie es mit der Umsetzung geklappt hat.

Oberliga der Frauen: HSG Radevormwald/Herbeck - SV Straelen (heute, 16.25 Uhr). Zwei plus zwei macht in der Rechnung der Blumenstädter fünf. Fünf Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz 14. Die beiden Siege gegen Neuss und Rheydt sorgten für Entspannung bei den Verantwortlichen der Blumenstädter und für neues Selbstvertrauen bei den Spielerinnen des SVS, die den frischen Schwung heute mitnehmen und in Radevormwald noch einmal nachlegen wollen. Ein schwieriges, aber keinesfalls unmögliches Unterfangen, zeigt sich der Gegner beim Blick auf die Ergebnisse doch als ausgesprochen launische Diva.

Im Hinspiel gab es für die Mannschaft von Manfred Wählen, der den Verein nach nur einer Saison in Richtung Neuss verlassen wird, nichts, aber auch gar nichts zu holen. Nach 41 Minuten hieß es 21:10 (Endstand 26:20) für die HSG, die mit Milena Mattyssek eine der besten Spielerinnen der Oberliga in ihren Reihen hat. Komplett auszuschalten ist die Linkshänderin nicht. Es kann für den SVS nur darum gehen, ihre Kreise möglichst weit einzuengen.

Prunkstück des Herbecker Spiels ist eine kompromisslos zupackende Defensive. Körperliche Härte, von der sich die Grün-Gelben nicht beeindrucken lassen dürfen, wenn die Offensive ähnlich erfolgreich sein soll wie zuletzt. Da waren es vor allem spielerische Mittel, die zu den beiden Erfolgen führten. "Außerdem ist es uns gelungen, die Zahl der technischen Fehler herunterzufahren", freut sich Manfred Wählen über die Leistungssteigerung seines Teams, das mit Saisonsieg Nummer sieben einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen könnte.

(CaB/terh)
 
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