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Lokalsport
TV Aldekerk II bleibt auf Verbandsliga-Kurs

Tv. Handball-Landesliga: Spitzenreiter siegt 29:23. SV Straelen steht dicht vor dem Klassenerhalt.

Aldekerk II - TV Schwafheim 29:23 (12:11). Die Reserve des TV Aldekerk wurde zwar am Samstagabend gefordert. Doch letztendlich konnte auch der kampfstarke Gegner aus Schwafheim dem souveränen Tabellenführer nicht gefährlich werden. Dar ATV präsentierte sich variabel genug, um in den entscheidenden Phasen die richtigen Entscheidungen zu treffen und einen ungefährdeten Sieg einzufahren.

Nach einer guten Startphase und Aldekerker Führung ließen die Grün-Weißen mehrere Minuten lang den notwendigen Druck und die Durchschlagskraft im Angriff vermissen - obwohl der Ball immer gut und sicher durch die eigenen Reihen lief. Im Positionsspiel aber fand der ATV nicht die geeigneten Mittel gegen die robuste gegnerische Abwehr. Die Gäste kamen auf ein Tor heran. Erst zwei Siebenmeter - jeweils erfolgreich verwandelt von Fabian Küsters- brachte den Titelaspiranten wieder besser ins Spiel. Der Vorsprung wuchs erneut auf drei Tore (12:9), schmolz aber bis zur Pause wieder dahin.

Nach dem Seitenwechsel änderte der designierte Meister seine Strategie. Es waren nun überwiegend Einzelaktionen, die zum Erfolg führten. Trotzdem glich Schwafheim in der 36. Minute zunächst aus (16:16). Aldekerk holte die Kampfmanschetten heraus und zog auf 20:16 davon. Die Gäste bekamen nun die Folgen ihrer harten Spielweise zu spüren. Der allein pfeifende Schiedsrichter griff jetzt energischer durch. Und der ATV baute in doppelter Überzahl die Führung weiter aus - vergab dabei aber auch mehrere Gelegenheiten. In der Schlussphase hatte der Spitzenreiter das Geschehen sicher im Griff. "Wir haben dieses Spiel mit einer aufopferungsvollen Mannschaftsleistung für uns entschieden", sagte ATV-Spielertrainer Nils Wallrath. Der Aufstieg ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern. Doch in Aldekerk zweifelt niemand mehr daran, dass die "Zweite" in der kommenden Saison in der Verbandsliga mitmischt.

TV Aldekerk: Hohl, Zehres, Gashi - Küsters (10/2), Tebyl (7), Köffers (3), Greven (3), G. Schlieder (3), Wallrath (1), Heimes (1), Welzel (1), Knepper, Ricken, Girmendonk.

SV Straelen - ATV Biesel 29:29 (18:17). Nach dem Schlusspfiff überwog bei den Spielern des SVS die Enttäuschung. Mal wieder. 40 Sekunden vor Schluss hatten sie bei eigenem Ballbesitz mit 29:28 in Führung gelegen. Ein deutlich zu früh abgefeuerter Torwurf gab Biesel die Chance zum Ausgleich. Und die wurde von den Gästen genutzt. Mit dem Abpfiff schlug der Ball im Straelener Gehäuse ein. Ende, aus, vorbei. "Das war natürlich ärgerlich. Doch könnte dieser eine Punkt für uns im Abstiegskampf noch Gold wert sein", konnte Trainer Dieter Pietralla dem bitteren Schlussakkord auch etwas Positives abgewinnen.

Biesel agierte in den ersten 20 Minuten mit einer ungemein offensiv ausgerichteten und hart agierenden 4:2-Deckung. Die Unparteiischen, die mit ihren Entscheidungen hüben wie drüben auf wenig Gegenliebe stießen, ließen viel zu, so dass sich vor allem in Halbzeit eins eine ziemlich ruppige, aber auch torreiche Partie entwickelte. Doch während die Grün-Gelben für jeden Treffer hart arbeiten mussten, reichten bei den Gästen oftmals druckvolle Einzelaktionen aus, um frei vor dem Straelener Torhüter Tobias Kox aufzutauchen. Dennoch gingen die Blumenstädter mit einer knappen Führung in die Pause (18:17).

Und die Pietralla-Schützlinge kamen mit reichlich Dampf aus der Kabine, schafften es jedoch aus besten Positionen, fünfmal in Folge das Runde nicht im Eckigen unterzubringen. Umso erstaunlicher war, dass Grün-Gelb wenige Minuten Später mit 23:19 in Führung lag. "Leider ist es uns nicht gelungen, den Druck und das Tempo aufrecht zu erhalten", analysierte Pietralla treffend. Biesel fand zurück ins Spiel, traf zum 25:25 und schüttelte im Herzschlagfinale noch einen Trumpf aus dem Ärmel, der beim Gastgeber für hängende Köpfe sorgte. Dieter Pietralla: "Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Solche Spiele haben wir in dieser Saison oft verloren."

SV Straelen: Kox, Eickelpoth - Groetelaers (8), Mangelmann (5), M. Verbeek (5/3), Burghans-Kähler (3), Arts (2), N. Rufatovic (2), Janßen (2), M. Pieper (1), Andreas (1), Beyer.

(stemu/terh)
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