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Handball
TV Aldekerk lässt nichts anbrennen

Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: Der Spitzenreiter feierte im Nachbarschaftsduell beim TV Lobberich einen ungefährdeten 28:16-Erfolg. SV Straelen wurde beim Tabellendritten Lank für eine Aufholjagd nicht belohnt.

TV Lobberich - TV Aldekerk 16:28 (7:10). Da waren es nur noch vier ! Der Tabellenführer aus Aldekerk erledigte die Pflichtaufgabe beim Nachbarn aus Lobberich und steuert unbeirrt der Niederrheinmeisterschaft entgegen. Vor allem im zweiten Durchgang demonstrierten die Grün-Weißen Stärke und ließen in der Lobbericher Werner-Jäger-Halle nichts anbrennen.

ATV-Trainerin Dagmara Kowalska hatte ihrer Mannschaft am Donnerstag trainingsfrei gegeben und nach dem Topspiel gegen Fortuna Düsseldorf eine Pause gegönnt. So dauerte es auch eine Halbzeit lang, ehe die Aldekerkerinnen ihren Spielrhythmus gefunden hatten. "Der Anfang war doch recht schleppend", sagte Co-Trainer Georg van Neerven nach dem Abpfiff. "Man hat der Mannschaft angemerkt, dass der Druck nach dem Sieg im Spitzenspiel ein bisschen weg war." Nach der Pause lief es beim Titelaspiranten, der kurzfristig auf Maike Kern (erkrankt) verzichten musste, wieder gewohnt rund. Die Gäste kamen mit ordentlichem Schwung aus der Kabine und sorgten schnell für klare Verhältnisse.

Die Mannschaft lief jetzt unter Volldampf, alle Spielerinnen bekamen Einsatzzeiten und trugen ihren Teil zum Sieg bei. Bernadette Steller parierte vier Strafwürfe und rundete die gute Leistung in der zweiten Hälfte ab. Nach Ostern bleiben die Aldekerkerinnen auf jeden Fall im Spielfluss. Am Mittwoch, 30. März, steht ab 20 Uhr zunächst das Finale um den Niederrheinpokal beim HSV Gräfrath auf dem Programm. Am Samstag, 2. April, gastiert der Tabellendritte TD Lank in der Vogteihalle, nur einen Tag später folgen im Kreispokal-Finale zwei weitere Partien.

TV Aldekerk: Schindowski, Steller - Heimes (8), A. Huppers (5), Kühn (4), S. Rottwinkel (4), F. Huppers (2), Karpowitz (2), Nagel (1), Grützner (1), Benninghoff (1), Beyer, N. Rottwinkel.

TuS Treudeutsch Lank - SV Straelen 34:33 (18:14). Es war ein torreiches Spitzenspiel, das die Zuschauer in der gut besuchten und in der engen Schlussphase hitzigen Atmosphäre der Forstenberghalle zu sehen bekamen. Nach einem echten Krimi hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. "Wir haben uns das Leben durch zahlreiche technische Fehler schwer und Lank das Torewerfen dadurch ziemlich leicht gemacht", sagte SVS-Coach Harry Mohrhoff nach einer Partie, in der sein Team Mitte der zweiten Halbzeit bereits mit sieben Treffern zurückgelegen, sich aber mit großer Moral wieder herangekämpft hatte.

Zu einem Happy-Ende sollte es dennoch nicht reichen. Nicht einmal zu einem Teilerfolg, weil dem Gastgeber Sekunden vor dem Abpfiff das Siegtor gelang. "Eine überaus ärgerliche, aber keine unverdiente Niederlage, weil wir es erneut nicht geschafft haben, unsere Fehlerquote herunterzufahren. Das rächt sich meistens gegen einen Gegner von diesem Format", erklärte Mohrhoff .

Vom Anpfiff an war Lank das konzentriertere Team, nutzte jeden der zahlreichen Fehler der Grün-Gelben konsequent aus. "Wir haben etliche Gegenstoßtore kassiert, sind so eigentlich immer einem mal mehr, mal weniger deutlichen Rückstand hinterhergerannt", erzählte Straelens Trainer. Nur mit größtem Einsatz gelang es den Grün-Gelben, im Spiel zu bleiben, doch in den Minuten vor dem Pausenpfiff mussten sie den Gegner auf 18:14 ziehen lassen. "Nach dem Seitenwechsel wurde es leider nicht besser", kommentierte der SVS-Coach den Zwischenstand von 29:22.

Harry Mohrhoff stellte die Abwehr um. Neben Zoé Daguhn agierte in Elena Fiedler eine weitere Straelenerin offensiv. Eine Maßnahme, mit der Lank nicht zurechtkam. Innerhalb kürzester Zeit arbeiteten sich die Gäste auf 27:29 heran und trafen beim 33:33 zum Ausgleich. Mohrhoff: "In der der letzten Aktion haben wir leider alles falsch gemacht." Anstatt sich mit dem Unentschieden zufrieden zu geben, wurde in der Hoffnung auf einen Ballgewinn offensiv verteidigt. Der Ball landete bei Lanks Kreisläuferin, die eiskalt zum 34:33 einnetzte.

SV Straelen: Pieper, Heines - Fiedler (7/3), Zoé Daguhn (6), Geelen (5), Sewing (5), Linssen (4), Heuvels (3), Heckmanns (2), J. Janssen, Maes, K. Janssen, Ripkens, van Bebber.

(CaB/terh)
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