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Handball
TV Aldekerk überrollt den Verfolger

Aldekerk. Handball-Oberliga der Frauen: Der Tabellenführer revanchiert sich mit einem 44:23 gegen Treudeutsch Lank überdeutlich für die Niederlage in der Hinrunde. Trainerin Dagmara Kowalska schwärmt von einem "Traumspiel". Von Carsten Bleckmann

TV Aldekerk - Treudeutsch Lank 44:23 (26:9). Die Handballerinnen des TV Aldekerk sind bereit für die Dritte Liga. Im viertletzten Saisonspiel unterstrichen die Grün-Weißen am Samstag einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der laufenden Oberliga-Saison. Angefeuert von den begeisterten Zuschauern fegte der Spitzenreiter den Tabellendritten Treudeutsch Lank mit 44:23 aus der Vogteihalle. Mit einem Schützenfest war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen - schließlich hatte das Team aus Meerbusch das Hinspiel mit 27:25 für sich entschieden.

Die Gastgeberinnen boten von Beginn an ein Spektakel und präsentierten sich in einer Form, in der sie auch in den beiden Aufsstiegsspielen zur Dritten Liga gegen den Meister des Verbandes Mittelrhein favorisiert sind. In der dortigen Oberliga ist zwei Spiele vor Saisonende noch alles offen. Der TV Aldekerk bekommt es in der Relegation entweder mit Spitzenreiter TSV Bonn rrh., der am Samstag eine 20:24-Niederlage einstecken musste, oder mit dem HSV Frechen zu tun - beide Mannschaften haben 27:13-Punkte auf ihrem Konto.

Nach der Handball-Lehrstunde, die ihre Schützlinge auf dem heimischen Parkett erteilten, geriet ATV-Trainerin Dagmara Kowalska ins Schwärmen. "Das war ein Traumspiel. Da das Spiel schon zur Pause entschieden war, konnte ich in der zweiten Hälfte einiges ausprobieren", sagte sie. Nach etwa fünf Minuten, in denen sich der Spitzenreiter noch den einen oder anderen Fehler geleistet hatte, nahmen die Grün-Weißen Fahrt auf. Angelina Huppers, die erneut eine ausgezeichnete Vorstellung lieferte, und ihre Mitspielerinnen ließen Angriff auf Angriff auf den Lanker Kasten zurollen, in dem eine entnervte Torhüterin erfolglos um Schadensbegrenzung bemüht war.

Letztlich bewahrte Dagmara Kowalska den überforderten Gegner, der lange im Titelkampf mitgemischt hatte, vor einem Debakel. Die ATV-Trainerin legte Experimentierfreude an den Tag und gönnte ihrer Stamm-Sieben verdiente Ruhepausen. An der drückenden Überlegenheit des designierten Meisters sollte sich dennoch nichts ändern. Zumal sich Bernadette Steller, die im zweiten Abschnitt das Aldekerker Tor hütete, als starker Rückhalt erwies und eine Reihe Lanker Großchancen entschärfte.

"Gefeiert wird noch nicht", mahnte Kowalska nach dem Spiel. Doch auch die größten Skeptiker in Reihen des TV Aldekerk zweifeln nicht mehr am Oberliga-Titelgewinn, der nur noch theoretisch gefährdet ist. Falls danach die Zusatzschicht gegen den Mittelrhein-Meister erfolgreich bewältigt wird, ist die Vogteihalle in der nächsten Saison Drittliga-Schauplatz.

TV Aldekerk: Schindowski, Steller - Rottwinkel (8/1), A. Huppers (7), Kern (6), Kühn (6), F. Huppers (5), Heimes (4), van Neerven (3), Benninghoff (2), Beyer (2), Grützner (1), Bleckmann.

Quelle: RP
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