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Handball
TV Aldekerk verpasst das Viertelfinale

Aldekerk. Zwischenrunde der Handball-Bundesliga der A-Juniorinnen: Niederlagen gegen Gastgeber HSG Bensheim/Auerbach und den HC Leipzig besiegeln das Aus der Grün-Weißen. Unglückliche Schlussphase im entscheidenden Spiel. Von Carsten Bleckmann

HC Leipzig - TV Aldekerk 25:20; TV Aldekerk - SG Schozach/Bottwartal 33:16; HSG Bensheim/Auerbach - TV Aldekerk 24:16. Es hat nicht sollen sein. Trotz großen Kampfes sind die A-Juniorinnen des TV Aldekerk im Rennen um die deutsche Meisterschaft ausgeschieden und müssen bei der Titelvergabe zuschauen. "Die beiden besten Teams unserer Gruppe sind weitergekommen", musste Trainer Jörg Hermes gestern Abend neidlos anerkennen. "Wir haben uns teuer verkauft, aber es hätte wirklich alles passen müssen, um ins Viertelfinale einzuziehen." Schon im Vorfeld hatte er mit dem HC Leipzig den härtesten Konkurrenten im Kampf um Platz zwei ausgemacht. Und so ging es schon im ersten Spiel des Wochenendes für die Grün-Weißen quasi um Alles.

Beim ersten Turnier hatten sich die Kontrahenten noch mit 26:26 getrennt. Doch diesmal war das Glück auf Seiten des HC Leipzig. Ein verworfener Strafwurf beim Stand von 18:19 und eine anschließende Zeitstrafe brachten den ATV aus dem Tritt und kurz vor Schluss auf die Verliererstraße. "Auf diesem hohen Niveau muss man einfach über die gesamte Spielzeit konstant gut spielen, sonst wird das bestraft", sagte Hermes. Der HC nahm die Steilvorlage dankbar an und stieß die Tür zum Weiterkommen damit weit auf. Eine Minimalchance bestand für den ATV nur noch dann, wenn die Leipziger alle weiteren Spiele verloren hätten, doch die Illusionen platzten direkt am Sonntagmorgen. Leipzig holte sich knapp die nächsten Punkte und löste das Ticket für das Viertelfinale.

Die Grün-Weißen wollten sich aber ordentlich aus der Bundesligasaison verabschieden und holten gegen Schlusslicht SG Schozach/Bottwartal einen klaren Erfolg. "Da haben wir ein gutes Spiel gezeigt und bewiesen, dass wir es zu Recht bis dahin geschafft haben", lobte Hermes. In der letzten Partie reichten die Kräfte gegen Gastgeber und Tabellenführer HSG Bensheim/Auerbach dann aber nur noch für eine Halbzeit. Die Grün-Weißen erarbeiteten sich einige Chancen, scheiterten aber zu oft an der starken Torhüterin der HSG. Hermes machte seinem Team aber nach einer guten ersten Halbzeit keinen Vorwurf. "Zum Ende hin waren wir dann einfach platt."

Der Aldekerker Nachwuchs hat damit auch die direkte Qualifikation für die neue Bundesliga-Saison verpasst. Doch grämen wird sich deswegen rund um die Vogteihalle niemand. Die Mannschaft mischte im Feld der besten 16 A-Jugendmannschaften Deutschlands mit. Und auch Jörg Hermes kann ein positives Fazit seiner drei Bundesligajahre ziehen: "Es war eine tolle Zeit, mit dieser Leistung müssen wir uns in Deutschland nicht verstecken."

Quelle: RP
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