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Lokalsport
TV Aldekerk verpasst die Vizemeisterschaft

Aldekerk/Straelen. Handball-Oberliga der Frauen: ATV verliert das Duell der Verfolger von Meister Fortuna Düsseldorf beim TV Walsum-Aldenrade mit 29:33. SV Straelen gibt sich gegen den Tabellenletzten keine Blöße.

TV Walsum-Aldenrade - TV Aldekerk 33:29 (19:15). Der TV Aldekerk kassierte im Verfolger-Duell beim TV Walsum-Aldenrade die fünfte Saisonniederlage und verpasste damit den Sprung auf Platz zwei. "Wir haben nach der Osterpause in den 60 Minuten nie so wirklich zu unserem Spiel gefunden", sagte Trainer Carsten Hilsemer nach dem Abpfiff.

Die Gastgeberinnen legten ein schnelles 3:0 vor und bauten ihre Führung bis zur Mitte der ersten Halbzeit bis auf 12:6 aus. Der Tabellenzweite hatte Partie und Gegner im Griff und ließ sich auch von einer Aldekerker Auszeit nicht aus dem Rhythmus bringen.

Nach der Pause hielt die Übermacht der Duisburgerinnen an, bis die stärkste Aldekerker Phase das Spiel kurzzeitig ins Wanken brachte. Die Grün-Weißen unterbanden plötzlich die Angriffe des Gegners und zeigten sich vorne treffsicher. Die Miene des Walsumer Trainers Manfred Wählen verfinsterte sich etwas, als seine Mannschaft auf einmal nur noch mit 27:26 führte. Die Wende gelang den Gästen jedoch nicht. "Wir waren am Drücker, haben letztlich aber zu viele Chancen frei stehend verworfen", schilderte Hilsemer. Walsum legte nach und brachte das Spiel und die beiden Punkte sicher nach Hause.

TV Aldekerk: Giesler - Bönners (7), Greverath (6), Beyer (4), Akeredolu (4), Otten (2), Scicolone (2), Komander (2), Wolf (1), Esser (1) und Kurtz.

SV Straelen - HG Kaarst-Büttgen 29:18 (18:10). Freude wollte bei Trainer Harry Mohrhoff trotz des ungefährdeten Heimsiegs gegen den Ligaletzten aus Kaarst-Büttgen nicht aufkommen. Im Gegenteil. Er war froh, als die Partie endlich vorüber war. "Wir haben es ganze 20 Minuten lang geschafft, unsere Konzentration hochzuhalten. Alles, was danach kam, hat mir nicht wirklich gefallen. Und den Zuschauern mit Sicherheit auch nicht", ärgerte sich Mohrhoff über den eher lustlosen Auftritt seiner Schützlinge.

Beide Teams agierten zunächst mit viel Tempo. Tore fielen im Minutentakt, auch weil der SVS in der Rückwärtsbewegung leicht fahrlässig agierte. Nach einer anfänglichen 5:4-Führung sorgten die Gastgeberinnen schnell für klare Verhältnisse. Beim Stand von 12:6 war klar, wer die Stadthalle als Sieger verlassen würde. Mohrhoff wechselte nun munter durch. Doch der zweite Anzug kniff gleich an mehreren Stellen. Vor allem in der Offensive gelang den Grün-Gelben nur wenig. Da sich die Gäste noch etwas ungeschickter anstellten und Straelens Torfrau Zina Daguhn gleich mehrere starke Paraden zeigte, ging es dennoch mit einer 18:10-Führung in die Kabine.

Schlimmer geht's nicht ? Doch ! Nach Wiederanpfiff wurde es aus SVS-Sicht erst so richtig gruselig. "Kaum war ein Ball erobert, haben wir ihn auch schon wieder hergeschenkt. Gegen bessere Gegner wird man für solche Fahrlässigkeiten gnadenlos bestraft", bemängelte Mohrhoff.

In der Schlussphase steigerte sich der SV Straelen noch einmal - allen voran Lena Linssen. Sechs der neun Straelener Treffer in den letzten Minuten gingen auf das Konto der quirligen Rechtshänderin. So sprang unter dem Strich ein respektables 29:18 heraus.

SV Straelen: Zina Daguhn, Pieper - Linssen (9/2), Heuvels (5), Zoé Daguhn (3), Fiedler (3), Sewing (3/2), Geelen (2), Lüfkens (2), Heinrich (1), Maes (1), N. Pellens, S. Pellens, Broeckmann.

(CaB/terh)
 
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