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Handball
TV Issum dreht beim Angstgegner den Spieß um

Issum. Handball-Landesliga der Männer: TSV Bocholt - TV Issum 24:27 (16:13). Der TV Issum trat die Fahrt zum Angstgegner nur mit neun Spielern an. Einige Leistungsträger mussten arbeiten oder befanden sich noch im Urlaub - das Debüt von Trainer Tom Strack auf der Bank stand nicht unter den besten Vorzeichen. Doch unter dem Strich sprang nach harter und schweißtreibender ein Sieg heraus, nach dem es lange Zeit nicht ausgesehen hatte. Die Zuschauer erlebten wie erwartet ein kampfbetontes Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten, aber zunächst auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckerten.

Vorne gelang es dem TV Issum immer wieder, die offene Bocholter Deckung auszuspielen. Auf der anderen Seite aber war die Mannschaft nicht in der Lage, den eigenen Deckungsverbund stabil genug aufzustellen. "Auf beiden Seiten wurden klarste Tormöglichkeiten ausgelassen", stellte Strack fest. "In dieser Hinsicht war ich mit meiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden." Kurz vor der Pause verschaffte sich der Gastgeber einen Drei-Tore-Vorsprung. Entsprechend klar war die Halbzeitansprache in der Kabine, Strack forderte die Umstellung der Defensive und im Angriff etwas mehr Geduld.

"Auf dem Feld wurde das sofort erfolgreich umgesetzt, Bocholt biss sich anschließend an unserer Abwehr die Zähne aus." Issum nutzte die Torchancen besser und kam so nach rund 50 Minuten zum zu diesem Zeitpunkt völlig verdienten Ausgleich. Weil die Konzentration weiter hoch blieb und die Gastgeber ein ums andere Mal am starken Issumer Innenblock scheiterten, gingen die Gäste schließlich selbst in Führung.

Dennoch blieb die Begegnung offen und war tatsächlich erst in der Schlussminute entschieden, als der TV Issum den Schlusspunkt zum 27:24 setzte. "Ich bin sehr froh, dass wir nach anfänglichen Problemen das Spiel in den Griff bekommen haben", sagte Trainer Strack nach dem Spiel. "Im Abschluss müssen wir uns noch steigern. Aber wir haben uns als Mannschaft präsentiert und bis zur letzten Sekunde gekämpft." Eine Eigenschaft, die die Issumer Handballer schon in der Vergangenheit ausgezeichnet hat.

TV Issum: Holsteg - Hoehner (11/3), Teuwsen (4), Lippkow (3), S. Hericks (3), R. Hericks (3), Krahl (2/1), Manke-Reimers (1), Klausmann.

(stemu)
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