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Schwimmen
"United Nations" im Kevelaerer Hallenbad

Kevelaer. Der vom Kevelaerer SV angebotene Schwimmkurs für Flüchtlinge feiert einjähriges Bestehen. Durch das tatkräftige Engagement der Trainer und Helfer sind erste Lernerfolge deutlich sichtbar.

Ende November feierte der KSV-Schwimmkurs für Flüchtlinge im Kevelaerer Hallenbad sein einjähriges Bestehen. Vor einem Jahr begann die KSV-Schwimm- und Wasserballabteilung mit ihrem Schwimm- und Wasserball-Einführungskurs für Flüchtlinge.

Im Rahmen der Samstagstrainingsstunde wurde zunächst jungen Menschen aus Eritrea und Bangladesch ein Kurs zum Erlernen des Brustschwimmens angeboten. Wie sich herausstellte, waren am ersten Abend nicht nur Flüchtlinge anwesend, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits länger in Deutschland leben und hier bereits eine Arbeit gefunden haben.

Zu Beginn der Trainingsstunde gab es erst einmal für alle Beteiligten die üblichen Wassergewöhnungs- und Anfängerschwimmübungen, die jeder Nichtschwimmer durchlaufen muss, um ein guter Brustschwimmer zu werden. Im letzten Drittel der Stunde wurde ein Wasserballspiel im Flachbereich des Hallenbades durchgeführt, um neben dem Drill noch ein bisschen Spaß zu haben. Die Samstagsstunden wurden dann mit einem Nationalspiel Eritrea gegen Bangladesch beendet.

Im Laufe der Wochen änderte sich die Gruppe der Teilnehmer. Die Eritreer blieben, die Gruppe aus Bangladesch verkleinerte sich bis auf einen Schwimmschüler, der als Student und Vollmitglied der Truppe treu blieb. Im Frühjahr und Sommer wuchs schließlich der Anteil der Syrer deutlich. Zwischenzeitlich schien die immer größer werdende Gruppe die personellen Ressourcen der Schwimm- und Wasserballabteilung zu übertreffen. Zu Karl Winkels und Winne Stelzer gesellten sich dann noch Dorothea Stelzer-Jungblut und Holger Hein als Übungsleiter. Zum Glück kamen auch nicht immer alle Schwimmer regelmäßig, manchmal hatte auch das Samstagmittag stattfindende Fußballprogramm des Kevelaerer SV schon einige müde gemacht, so dass die Kapazitäten dann doch noch reichten.

Erste Kandidaten werden aktuell bereits mit anfänglichen Wasserballübungen und intensiveren Freistileinheiten vertraut gemacht. Der Abteilungsleiter hat auch einem der ersten Schwimmschüler aus Eritrea aufgrund seiner relativ guten Deutschkenntnisse und Anfängerkurserfahrungen das Angebot gemacht, als Helfer für die Schwimmausbildung in der Abteilung tätig zu werden. Dies klappte jedoch nicht mehr, da seine Arbeitszeiten eine weitere Trainingsteilnahme nicht mehr zuließen.

In Anlehnung an die Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel hält der Abteilungsleiter Winfried Stelzer fest: "Wir schaffen das - notfalls auch ohne Seepferdchen."

Quelle: RP
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