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Volleyball
VCE Geldern behält die Nerven

Geldern. Volleyball-Regionalliga: Der VCE Geldern gewinnt sein Heimspiel gegen den SC Union Lüdinghausen knapp mit 3:2 (25:21, 25:22, 23:25, 21:25, 18:16). Von Fritz Holtmann

Ein von Maren Herbe clever durch Lüdinghausens Block gedrückter Ball und dann ein perfekter Block von Linda Backus sicherten der Eintracht die letzten Punkte zum hauchdünnen 3:2-Sieg über die Union.

Die am Netz und auch unter Gelderns Anhang auf der Tribüne spürbare Hochspannung löste sich in Jubel auf. Die VCE-Mannschaft hatte mit einem Kraftakt noch ein Spiel zu ihren Gunsten aus dem Feuer gerissen, das im dritten Durchgang bei 20:17-Vorsprung und Gelderner 2:0-Satzführung bereits auf einen Zu-Null-Sieg der Hausherrinnen zusteuerte.

So sahen es jedenfalls nicht nur Gelderns Fans, sondern auch Lüdinghausens Spielführerin Pia Fuchs, die nach Spielende zugab: "Nach unserem 0:2-Rückstand dachte ich, wir gehen hier mit 0:3 heraus." Auch Gelderns Co-Trainer Wilfried van Meegen hielt dazu fest: "In der Schlussphase von Satz drei haben die Mädels gedacht, der Satz und das Spiel ist gewonnen. Ein Fehler, den man in dieser Liga auf keinen Fall machen darf. Dafür sind alle Gegner zu stark."

Die Gelderner Nachlässigkeit wurde dementsprechend bestraft. Zug um Zug verringerten die Gäste im Finale des dritten Satzes ihren Rückstand. Bei 23:22 war Geldern letztmals vorn, kassierte dann den Ausgleich und danach in schneller Folge auch die Punkte zum 23:25 und Lüdinghausens Satzanschluss. Gelderns Selbstvertrauen und Siegeszuversicht - die VCE-Sechs präsentierte sich wieder deutlich stärker als zuletzt beim 1:3 in Köln - schien der knappe Satzverlust nicht angeknackst zu haben. "Einstellig" solle der Gewinn des vierten Satzes werden, postulierte Co-Trainer Thore Carsten. Mittelblockerin Laura Höing forderte ihre Mitspielerinnen auf: "Los jetzt. Alle direkt von Anfang an." Zwei Ansagen, die mehr oder weniger schnell Makulatur waren.

Die Eintracht geriet anfangs des vierten Durchganges früh mit 4:9 ins Hintertreffen. Bei 10:8 war Lüdinghausens Punktzahl zweistellig und zudem der Verlauf des Satzes ein Spiegelbild der drei vorangegangenen Durchgänge. Weder die Eintracht noch die Union brachten Konstanz in ihre Aktionen. Entsprechend wurden alle vier Durchgänge über längere Punktserien und durch viele Auf und Abs entschieden. Ein Kennzeichen dafür war, dass VCE-Coach Thomas Cöhnen und sein Lüdinghauser Gegenüber ihr Maximum an Auszeiten ausschöpften und oft auch mit Wechseln ins Spiel ihrer Teams eingriffen. Der Tie-Break lief indes ohne Serien ab. Punkt für Punkt steuerte der packende Entscheidungssatz seinem Ende zu, bis Gelderns hauchdünnes 18:16 zum 3:2-Sieg dann endlich feststand.

VCE: Backus, Höing, Harmsen, M. Verheyen, Schepers, Gastens, Gey, Herbe, A. Verheyen, Schoofs, Kanders.

Quelle: RP
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