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Verfolgerduell im Aldekerker Handballtempel

Handball: Verfolgerduell im Aldekerker Handballtempel
Langenfelds Andreas Nelte sucht den Torabschluss gegen die Aldekerker Thomas Jentjens (links) und Keeper Florian Lindenau (rechts). FOTO: RALPH MATZERATH
Aldekerk. Handball-Oberliga: Die Männer des TV Aldekerk empfangen heute um 19.30 Uhr in der Vogteihalle die SG OSC Wölfe Rheinhausen. Von Reinhard Pösel

Heute vor einer Woche in der Sporthalle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Langenfeld. Die dort heimischen Handballer der SGL hatten gerade dem amtierenden Niederrheinmeister TV Aldekerk mit 26:25 eine knappe, wenn auch verdiente Niederlage beigebracht. ATV-Coach Achim Schürmann sollte später seine Mannschaft trotz der ersten Saisonpleite loben, weil sie "gegen eine gewiss starke Langenfelder Mannschaft bis zur Schlusssirene den Kampf angenommen und ihr Paroli geboten hat".

Mehr sei wegen der begrenzten Wechselalternativen an diesem Abend nicht möglich gewesen, meinte der Aldekerker Coach, wenngleich er sich mit Sicherheit durch die Schiedsrichter ein bisschen mehr Gerechtigkeit gewünscht hätte. Vielleicht hätte ja dieser eine berechtigte Pfiff mehr zugunsten der Aldekerker Mannschaft in einem über weite Strecken engen Spiel am Ende etwas Zählbares gebracht. So blieb Schürmann nichts weiter übrig, als zu sagen, in Langenfeld könne man verlieren.

Er beließ es jedoch abschließend nicht bei diesem Satz, sondern schob noch ein paar Worte hinterher, die einst unter anderem Leverkusens Fußball-Manager "Kalli" Calmund hoffähig gemacht hat. "Einen Abend lang dürfen wir dem möglich gewesenen Punkt noch nachtrauern. Danach jedoch heißt es: Mund abwischen und mit ganzer Konzentration die nächste Aufgabe angehen", sagte Schürmann mit Blick auf das heutige Spiel gegen den Drittliga-Absteiger Rheinhausen. Mit Beginn dieser Saison firmieren dessen Handballer unter der Bezeichnung SG OSC Wölfe Rheinhausen. Ein Verein, bei dem der Aldekerker Coach als Spieler und später auch als Trainer einige Jahre verbracht hat. "Es gibt allerdings nicht mehr viele Spieler und Verantwortliche in der jetzigen Mannschaft, mit denen ich damals zu tun hatte", sagt Schürmann.

Eigentlich braucht der Aldekerker Trainer auch derartige Rahmenbedingungen gar nicht, um sich auf ein Spiel unter Wettbewerbsbedingungen zu freuen. Schürmann lebt ausnahmslos jede Begegnung seiner Mannschaft jenseits der Spielfeldumrandung mit - und genau das wird heute Abend in der Vogteihalle beim Gastspiel der Wölfe nicht anders sein. Für den TV Aldekerk geht es in diesem dritten Saisonspiel darum, ob er im Falle eines Erfolgs mit 6:2-Punkten vor der kurzen Herbstpause Anschluss an die Topplätze in der Liga hält oder sich im anderen Fall davon vorerst verabschieden muss. Man darf also gespannt sein, wie die Situation für den ATV nach den 60 Minuten aussehen wird. Zumal an diesem Wochenende ja nicht nur der Tabellenvierte Aldekerk gegen den Dritten spielt, sondern parallel dazu in Mönchengladbach der dortige Erste auf den Zweiten Langenfeld trifft.

"Wir gehen mit dem festen Willen in das heutige Spiel, uns die in Langenfeld verlorenen Punkte zurück zu holen", sagt Schürmann, der gegen die Wölfe den Kader vom vergangenen Spieltag zur Verfügung hat. Das bedeutet: "Wenn nicht noch ein mittleres Wunder geschieht, kann Lukas Hüller aufgrund seiner gegen Solingen erlittenen Oberschenkelverletzung noch nicht eingesetzt werden. Wir hoffen allerdings, dass uns die dann kommende Herbstpause hilft und Hüller im dann folgenden Spiel wieder zur Verfügung steht." Gegen die Wölfe wird also abermals die Verantwortung im Spielaufbau bei Christoph Kleinelützum liegen müssen, der Unterstützung durch Karsten Wefers und Fabian Schwartz bekommen dürfte.

Nach den 60 intensiven Minuten von Langenfeld sollte man sich über die Aldekerker Abwehr im Vorfeld des heutigen Spiels nicht großartig den Kopf zerbrechen. Wenn sie ähnlich schnell wie vor einer Woche ins Spiel findet und mit der nötigen Aggressivität den gegnerischen Angriffsversuchen begegnet, kann das eine gute Grundlage für ein möglicherweise erfolgreiches Aldekerker Spiel sein. "Wir müssen auch von Anfang gleich da sein und den Gegner ernst nehmen", mahnt Trainer Schürmann. Er verweist darauf, dass mit den Wölfen zwar ein Absteiger in die Vogteihalle kommt, der aber nur ganz knapp die Klasse nicht halten konnte. "Mit anderen Worten: Das ist eine Spitzentruppe, die mit 4:2-Punkten ähnlich wie wir in die Saison gestartet ist", so Schürmann.

Quelle: RP
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