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Volleyball
Volleyballer rücken enger zusammen

Volleyball: Volleyballer rücken enger zusammen
Besonders am Samstag war der Platz proppenvoll. Vierer- und Sechser-Mannschaften kämpften um die besten Platzierungen. FOTO: Gerhard Seybert
Sevelen. Das 30. Freiluft-Volleyballturnier des TV Sevelen ist reibungslos über die Bühne gegangen, obwohl diesmal weniger Platz vorhanden war. Von Christian Cadel

Die 30. Ausgabe des großen Freiluft-Volleyballturniers des TV Sevelen ist gut über die Bühne gegangen. Dass es diesmal aber etwas anders werden würde, war im Vorfeld schon klar. Denn momentan wird auf der Sportanlage am Koetherdyck der Kunstrasenplatz gebaut, was zu Beeinträchtigungen führte - vor allem räumlich.

Nicht nur, dass die Volleyballer und Zuschauer in diesem Jahr nicht den Haupt- sondern nur den Hintereingang benutzen konnten, auch der Platz für Zelte und Campingausrüstung war diesmal etwas kleiner als üblich. Aber die mehr als 1000 Volleyballer aus ganz Deutschland, die am Samstag und gestern um die besten Platzierungen wetteiferten, nahmen es gelassen.

Die berühmt-berüchtigte Spaß-Atmosphäre, die sich weit über die Grenzen Sevelens herumgesprochen hat, wurde von den etwas beengten Zuständen nicht beeinflusst - im Gegenteil. Wie in den Vorjahren auch war die Stimmung der Volleyballer bestens. Wäre der Untergrund nicht aus Rasen, sondern aus Sand gewesen, hätte man auch den Eindruck bekommen können, irgendwo am Strand zu sein. Viele der männlichen Teilnehmer spielten oben ohne, viele Frauen trugen knappe Volleyball-Outfits. Sonnenbrillen fehlten auch nicht.

Auf mehr als 40 Feldern wurde gespielt. Am Samstag traten Vierer- und Sechser-Mannschaften an, gestern waren schließlich die Zweierteams an der Reihe. Um die Spiele möglichst ausgewogen zu gestalten, wurden die Teams ihrer Stärke nach in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt. Matthias Giese und Philipp Reuter spielten in der Kreisklasse. "Normalerweise sind wir Hallenspieler beim TuS 08 Lintorf und treten in der Bezirksklasse an. Uns geht es hier in Sevelen hauptsächlich um den Spaß", sagte Reuter. Sein Spielpartner Giese erklärte: "Wir waren schon sehr oft hier. Auch im nächsten und übernächsten Jahr werden wir wiederkommen." Gemeinsam mit 40 anderen Athleten des TuS waren beide zuvor angereist. Selbstverständlich hatte die Truppe wieder ihr Zeltlager aufgebaut, um von Samstag auf Sonntag auf dem Platz zu übernachten. "Normalerweise haben wir unsere Zelte immer da aufgebaut, wo jetzt die Kunstrasen-Baustelle ist. Ein bisschen ärgerlich ist es schon, dass wir diesmal nicht dort zelten konnten", sagte Giese. Kollege Reuter beschwichtigte: "Egal. Wir alle sind ein bisschen zusammengerückt. Das ging schon." Anderes blieb den Teilnehmern auch nicht übrig.

Um den Sportlern ausreichend Platz zum Zelten zur Verfügung zu stellen, entschieden sich die Organisatoren um Sebastian Kisteneich und Thomas Roosen, Vorsitzender des TV Sevelen, dafür, einige Flächen um den Sportplatz kurzfristig "anzumieten." Das habe auch reibungslos funktioniert, wie Roosen sagte. "Alle sind etwas zusammengerückt. Insgesamt wurde das gut angenommen. Auch die Party am Samstagabend war wieder der Hammer. Selbst um drei Uhr morgens waren noch 300 Sportler da", erklärte Roosen.

Rund 80 Helfer sorgten an den beiden Wettkampftagen dafür, dass das Turnier im üblichen Rahmen ablaufen konnte. Jedes einzelne Ergebnis aus der Vor- und Hauptrunde - immerhin waren rund 350 Mannschaften aktiv - wurde im Ergebniswagen digital verarbeitet, so dass jeder Spieler mit seinem Smartphone und einem entsprechenden QR-Code Ergebnisse abfragen konnte. In den Spielpausen konnten die Sportler sich im Verpflegungszelt stärken - ebenso wie die Zuschauer, die mitgereist waren. Claudia Oberwinster aus Ratingen hatte ihre Tochter Sina Katharina begleitet. "Wir sind zum ersten Mal hier. Mich überrascht die Größe des Turniers. Es ist gigantisch", sagte sie. "Ob ich mal selbst hier spielen werde, glaube ich eher nicht. Wir werden aber auf jeden Fall nicht das letzte Mal hier gewesen sein."

Quelle: RP
 
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