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Radsport
Wetter macht den Radsportlern einen Strich durch die Rechnung

Kreis. Das 18. Radrennen "Rund ums das Tönnisen-Center" in Kleve entscheidet Gero Walbrül für sich. Weniger Resonanz als erwartet. Von Per Feldberg

KLEVE Alles war gut vorbereitet, um die Radrennfahrer auf die Strecke zu schicken. Einzig und allein das Wetter machte den Veranstaltern Helmut und Rudi Tönnissen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

Denn ab den Mittagsstunden gab es immer wieder heftige Schauer, die am Ende wohl verantwortlich dafür waren, dass die Veranstaltung letztlich nicht auf soviel Resonanz stieß wie in den Vorjahren. "Wir haben in der Vergangenheit immer Glück mit dem Wetter gehabt. Diesmal hat es leider nicht geklappt. Und dennoch bin ich unter diesen Umständen mit dem Zuspruch zufrieden", erklärte Rudi Tönnissen. Den sportorganisatorischen Part hatte bereits zum dritten Mal hintereinander die Radrenngemeinschaft Kleverland übernommen. "Wir haben rund 25 Mitglieder als Helfer im Einsatz, die sich in erster Linie um die Meldestelle kümmern, aber auch an den Übergängen auf ihren Posten sind. Für uns ist es noch keine Routine, aber die Abläufe passen schon ganz gut. Wir sind mit dem Ablauf zufrieden", erklärte RGG-Schatzmeister Corny Aben.

Veranstalter Rudi Tönnissen war auch während der Rennen ein vielgefragter Mann. Dabei erledigte er die Dinge aber gewohnt souverän und ohne jede Hektik. "Auch die Vorbereitung läuft ruhig ab. Ich habe insgesamt vier Ordner, die ich abarbeiten muss, bis die Veranstaltung steht. Das ist nun beim 18. Mal Routine, die aber immer noch auch sehr viel Spaß bereitet", so der Hauptmotor hinter der Veranstaltung. Dabei lag Tönnissen in diesem Jahr besonders ein Projekt, das im Vorfeld des Renntages gestartet wurde, besonders am Herzen. Zusammen mit Saturn-Geschäftsführer Max-Ingo Festing und RGG-Schatzmeister Corny Abben wurde im Rahmen des Schulprogrammes "Fette Reifen" ein integratives Projekt mit Flüchtlinkskindern aus Kleve und Kindern des SOS-Kinderdorfes durchgeführt.

Sowohl Tönnissen wie auch Festing waren von der Resonanz der Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren begeistert, die neben dem Radfahren auch Fahrradtechnik und Verkehrskunde im Vorfeld gemeinsam erlernten. Höhepunkt dann war natürlich das "Fette Reifen Rennen". "Hierbei war nicht entscheidend, wer gewinnt, sondern wie die Kinder zu diesem Rennen gekommen und wie sie als Team zusammengewachsen sind", resümierte Fesing abschließend. Sportlich war das Eliterennen der Amateure der Höhepunkt der Veranstaltung. Aus ganz NRW und auch weit darüber hinaus waren die Radrennsportler angereist, um um die Prämien und Ranglistenpunkte zu fahren.

So auch Jarno Reimers aus Münster, der für das Rostocker Rennteam BIKE Market fährt. "Das Rennen hier in Kleve ist sehr gut organisiert und zudem hoch mit Ranglistenpunkten ausgeschrieben. Die Besonderheit ist die nasse Fahrbahn. Da muss man in den engen Kurven schon aufpassen und konzentriert zu Werke gehen", so Reimers, der am Ende auf Rang sieben kam.

Ungefährdet war hingegen der Sieg von Gero Walbrül vom RSC Rheinbach. Zunächst hatte sich nach rund der Hälfte der 70-Kilometer-Distanz eine sechsköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Doch wenige Runden vor dem Ende setzte sich Walbrül ab und kam mit 38 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Der Kampf um Platz zwei musste im Fotofinish geklärt werden.

Am Ende lag Christoph Schübbe vom Cycle your Live e.V. eine Radbreite vor Daniel Klemme vom Stevens-Racing-Team. Insgesamt kamen 35 Radsportler ins Ziel. Eine Besonderheit konnten die Zuschauer zuvor bewundern. Denn es war schon ein ungewohnter Anblick, als die Einradfahrer zu ihrem Rennen antraten. Leider litt gerade diese Disziplin besonders unter einem heftigen Regenschauer. Dennoch kamen die Fahrer unter dem Applaus und den Anfeuerungsrufen der Zuschauer beinahe sturzfrei über die Ziellinie. Valeska Schmitz aus Lennep bei den Damen und Luis Albert aus Düsseldorf bei den Herren sicherten sich dabei die Titel um die NRW-Meisterschaft. Am Abschluss eines kurzweiligen Renntages gab es dann noch ein Jedermann-Rennen über 40 Kilometer.

Hier konnten Remy van Strien und Rene Heister vom RGG Kleverland immerhin die Plätze elf und zwölf belegen und sorgten so für einen versöhnlichen Abschluss für den Mitausrichter einer rundum gelungenen Radportveranstaltung.

Quelle: RP
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