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Fußball
"Wido" nur remis - Straelen II bärenstark

Fußball: "Wido" nur remis - Straelen II bärenstark
Beide Teams schenken sich nichts: Praests Stürmer Sven Dienberg (l.) und Winnekendonks Defensivmann Michael Simons (r.) im Zweikampf. FOTO: Thomas Binn
Gelderland. Fußball-Bezirksliga, Gruppen 4 und 7: Winnekendonk kommt gegen Praest nicht von der Stelle, der verstärkte SV Straelen II schlägt sich eindrucksvoll gegen Tabellenführer Uerdingen. Sevelen gleicht in Unterzahl gegen Waldniel aus. Von Christian Cadel

Am 25. Spieltag der Fußball-Bezirksliga siegt der TSV Wa./Wa. nach anfänglicher Gedankenabwesenheit gegen Schiefbahn. Die Partie SV Scherpenberg gegen SV Veert wurde 2:0 für Scherpenberg gewertet.

Viktoria Winnekendonk - RSV Praest 2:2 (1:0). Eines war vor dem Anpfiff klar. Beide Teams brauchten dringend einen Sieg. Rausgekommen ist jedoch eine gerechte Punkteteilung, die beide Teams aber auch nicht weiter bringt. Praest begann druckvoll und prüfte Wido-Keeper Johannes Rankers schon nach zwei Minuten. "Wir haben nicht gut angefangen", sagte Viktoria-Coach Sven Kleuskens. Mit zunehmender Dauer wurden die Zweikämpfe immer härter, der Schiri ließ sich aber enorm viel Zeit, ehe er die erste gelbe Karte zeigte. Auch in der 20. Minute waren die Gäste am Drücker. Praests Dennis Thyssen köpfte den Ball nur knapp über die Latte. Wie aus dem Nichts schepperte es dagegen im gegenüberliegenden Tor. Winnekendonks Patrick Liszewski staubte einen Abpraller ab, lupfte den Ball über den Keeper und markierte das 1:0.

Nach der Pause machte Praest zunächst weiter Druck und glich verdient aus. Manfred "Manni" Stammen, treue Aushilfe aus der zweiten Viktoria-Elf, sorgte mit seinem Tor zum 2:1 dann wieder für Jubelstürme bei den Hausherren. Kleuskens schrie sich an der Seitenlinie die Kehle aus dem Hals, um seine Jungs anzufeuern. Dennoch gelang den Gästen der erneute Ausgleich. Bis zum Ende entwickelte sich eine offene und kampfbetonte Partie, die leistungsgerecht 2:2 endete. "Das Remis geht in Ordnung, nur kommen wir mit dem Punkt nicht von der Stelle", sagte Kleuskens.

SV Straelen - VfB Uerdingen 0:2 (0:0). Bis zur 75. Minute hielt der SV Straelen II dem Tabellenführer aus Uerdingen stand. Es roch nach einer Sensation. Ein Punkt hätte die Straelener im Abstiegskampf zwar nicht weitergebracht, aber für enormen Schub sorgen können. Zwei Tore in der Schlussphase sorgten dann aber dafür, dass der VfB als Sieger nach Hause fahren durfte. Straelens Zweite, verstärkt durch vier Spieler aus der spielfreien ersten Mannschaft (David Kalokoh, Sebastian Kaczmarek, Lukas Rix und Sebastian Leurs), präsentierte sich über weite Strecken als das bessere Team. SVS-Coach Marc Korsten hatte nichts zu mäkeln: "Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert." Bis zur Pause waren die Gastgeber am Drücker - allerdings ohne Torerfolg. Bezeichnend dafür war ein verschossener Elfmeter (43.) von Tim Oploh. "Uerdingen hatte wohl nicht mit so viel Widerstand gerechnet", sagte Korsten.

Das Aufbäumen ließ nach der Pause etwas nach, die Gäste kamen auf und hatten zunehmend mehr vom Spiel. Und so brach der Straelener Damm dann auch. Uerdingen erzielte das 1:0. Danach hatte David Kalokoh zwar noch eine Großchance zum Ausgleich, der Tabellenführer legte kurz danach aber noch ein weiteres Tor nach und machte den Sack zu. "Wir waren nicht das schlechtere Team. Leider hat es wieder nicht für Punkte gereicht", resümierte Korsten.

SC Schiefbahn - TSV Wa./Wa. 2:4 (1:3). Einen verhaltenen Start erwischte der TSV in Schiefbahn, ließ gegen Ende aber nichts mehr anbrennen und siegte verdient mit 4:2. "In den ersten 20 Minuten waren die Jungs wohl gedanklich noch beim Ostereiersuchen. Jedenfalls waren sie nicht im Spiel", bemängelte TSV-Trainer Wilfried Steeger. Zunächst gerieten die Gäste in Rückstand. Wachtendonks Torwart Joshua Claringbold hatte einen Foulelfmeter verschuldet und war beim Schuss vom Punkt machtlos.

Danach spulte der TSV sein Programm ab und war in einer Sturm- und Drangphase gleich dreimal erfolgreich. Max Brusius, Michael Funken und Tim Harmes sorgten für eine komfortable 3:1-Führung. "Nach der Pause ist dann nicht mehr viel angebrannt. Wir hatten noch einige Chancen, unter anderem einen Schuss an den Innenpfosten", berichtete Steeger. Zwar hätte man seiner Meinung nach noch einen Strafstoß für Schiefbahn geben können, dennoch war der TSV-Sieg bis zum Schluss nie gefährdet. Max Brusius erhöhte zwölf Minuten vor Schluss sogar auf 4:1. Der Anschluss für die Hausherren danach war bedeutungslos. "Nach hinten raus haben wir verdient gewonnen", sagte Steeger.

SV Sevelen - SC Waldniel 2:2 (1:2). Bis sieben Minuten vor Schluss sah es so aus, als müsste sich der gastgebende SV Sevelen geschlagen geben. Mit 1:2 lag die Elf von Coach Achim Apitzsch gegen Waldniel zurück und spielte ab der 57. Minute sogar in Unterzahl. "Wir haben aber Moral bewiesen und bis zum Ende gekämpft", lobte Apitzsch. Und so war es Philipp Langer, der die Hausherren mit seinem Anschlusstor zum 2:2 erlöste und ihnen einen Punkt sicherte. Die Gastgeber begannen gut und lagen nach einem Langer-Tor früh in Führung. "Danach haben wir unerklärlicherweise den Faden verloren", sagte Sevelens Trainer. Ergebnis der Schlafmützigkeit waren zwei schnelle Gegentore. Sevelen wachte aber schnell wieder auf, auch wenn bis zur Pause keine Tore mehr fallen sollten. Nach einem etwas zerfahrenen Beginn beider Teams zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte Sevelen Kampfgeist, obwohl Martin Backus nach einem Handspiel die Rote Karte gesehen hatte und vom Platz flog. Waldniel verbuchte zwar noch eine glasklare Chance, vergab diese aber zu überheblich, und öffnete Sevelen somit die Chance für das späte Ausgleichstor. "Ich war mir sicher, dass wir noch einen Punkt holen könnten", sagte Apitzsch.

SV Scherpenberg - SV Veert 2:0 (n. W.). Kampflos musste der SV Veert das Spiel gegen Scherpenberg abgeben. "Uns fehlten elf Spieler. Nur vier aus der Startformation des vorigen Spiels wären einsatzbereit gewesen", sagte Veerts sportlicher Leiter Helmut Hetzel. "Es hätte auch keinen Sinn gemacht, mit fünf oder sechs bezirksliga-unerfahrenen A-Jugendlichen, die von Anfang an hätten spielen müssen, zu einem Topteam zu fahren", ergänzte Hetzel. Auch aus den beiden anderen Veerter Seniorenteams waren keine Spieler verfügbar. Da Veert letztlich nicht antrat, wurde das Spiel mit 2:0 für Scherpenberg gewertet. Ein Nachholspiel gibt es nicht.

Quelle: RP
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