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Wird Veerts tiefer Fall endgültig besiegelt?

Lokalsport: Wird Veerts tiefer Fall endgültig besiegelt?
Pure Verzweiflung: Für Wutthichat Phonyong und seine Mitspieler beim SV Veert könnte am Sonntag die Entscheidung fallen. Ein Augenmerk gilt dabei auch der Partie zwischen Schiefbahn und Hinsbeck. FOTO: Jürgen Venn
Gelderland. Fußball-Bezirksliga: Wenn der SV Veert gegen Fichte Lintfort verliert und Hinsbeck gleichzeitig gegen Schiefbahn gewinnt, sind die Veerter definitiv abgestiegen. Bereits heute reist der TSV Wa./Wa. zum Topspiel nach Scherpenberg. Von Christian Cadel

Am Sonntag könnten die ersten Entscheidungen im Abstiegskampf fallen. Davon noch unbetroffen sind der SV Straelen II und Viktoria Winnekendonk. Dennoch ist deren Klassenerhalt noch längst nicht eingetütet. Der SV Sevelen empfängt den Tabellenführer aus Uerdingen und kann sich mit einem Sieg weiter im Mittelfeld festsetzen.

Fichte Lintfort - SV Veert (So, 15.15 Uhr). Nach vier Jahren in der Bezirksliga könnte für den SV Veert am Sonntag das nahezu Unvermeidbare Realität werden. Verliert die Mannschaft gegen die starke Elf von Fichte Lintfort und gewinnt Rhenania Hinsbeck gleichzeitig gegen Schiefbahn, haben die Veerter bittere Gewissheit und können für die Kreisliga A planen. Große Erwartungen hat man beim Spielverein auch nicht mehr - zu groß ist der Abstand ans rettende Ufer. Erschwerend kommt hinzu, dass sich an der Personalsituation auch im Hinblick auf dieses Wochenende nicht viel getan hat. Mehrere Spieler fallen aus. Trainer Horst Frenzen ist deshalb mal wieder gezwungen, Aushilfen aus den anderen Veerter Seniorenmannschaften und der A-Jugend zusammenzusuchen. Die Vorzeichen stehen also denkbar schlecht - auch deshalb, weil Gegner Fichte Lintfort als Tabellenvierter eindeutig Favorit ist und keine Geschenke verteilen wird. Für Veert wird es nur darauf ankommen, sich ordentlich zu verkaufen und nicht abschießen zu lassen.

SV Scherpenberg - TSV Wa./Wa. (heute, 20 Uhr). Wie schon in der Vorwoche das Spiel gegen den SV Sevelen (4:2-Sieg) wird auch das heutige Wachtendonker Duell mit Scherpenberg viel Brisanz enthalten. Immerhin trifft der Tabellenzweite auf den Drittplatzierten. TSV-Coach Wilfried Steeger weiß um die Würze des Spiels. "Die Partie wird wohl noch eine Prise schärfer als vorige Woche gegen Sevelen", sagt er und vermutet, dass die Scherpenberger die Hinspielpleite noch nicht abgehakt haben und auf Revanche aus sind. "Wir lassen die Aufgabe auf uns zukommen und werden versuchen, Punkte mitzunehmen. Gegen ein Remis hätte ich nichts einzuwenden." Die Hauptsache sei es, den zweiten Platz zu verteidigen. Dass das schwer wird, weiß auch Steeger. Aufsteiger Scherpenberg ist seit acht Spielen ungeschlagen und bisher bestes Rückrundenteam - und das ohne ihren langzeitgesperrten Offensivmann Meik Kuta. Nach vielen Wochen ohne Personalausfälle sind in dieser Woche mehrere TSV-Akteure angeschlagen. Hinter den Einsätzen von Marc Linssen, Tim Harmes, Robin Baumgart und Timo Ingenlath stehen noch Fragezeichen.

SV Sevelen - VfB Uerdingen (So., 15 Uhr). An das Hinspiel werden sich beide Teams wohl noch genau erinnern können. Mit 4:3 gewann der VfB damals und legte vor allem in der Anfangsphase ein Tempo vor, mit dem Sevelen zunächst überhaupt nicht mithalten konnte. Schnell führte Uerdingen mit 3:0. Dennoch bewies Sevelen Moral und holte auf. Am Ende stand die Elf aber trotzdem mit leeren Händen da. Ob der Spielverlauf des Rückspiels ähnlich eng wird, steht in den Sternen, denn im Sevelener Lager müssen weitere Ausfälle verkraftet werden. Unter anderem fällt Michael Sibben aus, der sich im Spiel gegen Wachtendonk vergangene Woche verletzte und nicht mehr weiter spielen konnte. "Wir haben gegen Uerdingen keinen etatmäßigen Verteidiger in unserer Abwehrkette", sagt Trainer Achim Apitzsch. "Deshalb sind wir auch klarer Außenseiter und können nur gewinnen. Wir werden aber nichts abschenken."

Straelen II - SV Sonsbeck II (So., 15 Uhr). Mit dem Sieg gegen Hinsbeck in der Vorwoche holte Straelens Zweite wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dennoch ist der Rückstand weiterhin groß, und die Chancen, die Klasse zu halten, schwinden von Woche zu Woche. Gegen den SV Sonsbeck II kann die Mannschaft von Trainer Marc Korsten die Möglichkeiten aber wieder etwas vergrößern. "Mit dem Sieg über Hinsbeck haben wir uns wieder mehr Selbstvertrauen geholt", sagt der Coach. Zwar hatte seine Elf keine fußballerische Glanzleistung abgeliefert, "aber die Einstellung stimmte", findet Korsten. Und diesen Teamgeist sollen die Jungs auch am Sonntag ins Spiel gegen die Sonsbecker Reserve, die nach ihrem Trainerwechsel noch nicht richtig in Gang gekommen ist, mitnehmen. "Beide Teams sind in der gleichen Situation. Jedes Spiel ist jetzt quasi ein Finale." Die Nachricht, dass Korsten seinen Trainerjob zum Saisonende wieder abgeben wird, habe das Team gut verkraftet. "Ich bin der Letzte, der den Glauben an den Klassenerhalt verloren hat. Jetzt müssen alle noch mal kämpfen."

SV Krechting - Viktoria Winnekendonk (So., 15 Uhr). Nach dem müden Auftritt vorige Woche gegen Pfalzdorf muss Viktoria Winnekendonk am Sonntag beim Tabellenvierten SV Krechting eine Schippe drauf legen, um die Chance auf den Klassenerhalt weiterhin zu wahren. Sieben Punkte trennen das Team von Trainer Sven Kleuskens derzeit von einem Nicht-Abstiegsplatz. "Gegen Pfalzdorf haben wir auf der ganzen Linie enttäuscht. Das tut auch jetzt immer noch weh", gibt der Coach zu. Nun laute die Devise, wieder zur alten Stärke mit Einsatz und Willen zurückzufinden "und zu punkten - egal wie", fordert Kleuskens. Personell kann er höchstwahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen, nur Daniel Lamers ist angeschlagen. Dass Krechting nicht übermächtig ist, zeigte sich nicht nur im Hinspiel, das Winnekendonk unglücklich mit 4:5 verloren hatte, sondern auch am vorigen Mittwoch. Gegen die angeschlagene Reserve des PSV Wesel-Lackhausen holte Krtechting nur ein mageres Remis heraus.

Quelle: RP
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