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Handball
Wuppertal dechiffriert die Stärken des ATV II

Aldekerk. Handball-Oberliga Männer: Im Duell zweier Aufsteiger unterlag die Reserve des TV Aldekerk in heimischer Umgebung dem LTV Wuppertal mit 23:29. Zur Halbzeit lag das Wallrath-Team 10:14 hinten. Von Stefan Mülders

Das Sammeln weiterer Punkte muss die Zweitvertretung von Aldekerks Handballmännern erst einmal verschieben. Im Heimspiel unterlagen sie Mitaufsteiger LTV Wuppertal mit 23:29 (10:14). Da halfen auch nicht die motivierte Einstellung und der zahlenmäßig gut bestückte Kader. Aldekerks Trainer Nils Wallrath hatte so etwas trotz der zuletzt ansprechenden Leistungen seines Teams fast schon erwartet und deshalb auch einen "Pflichtsieg" ausgeschlossen. Jedenfalls war seine "Warnung" vor dem Spiel klar rübergekommen und letztendlich auch eingetreten.

"Es war das erwartet schwere Spiel", meinte er hinterher. "So, wie sich für uns Spiele gegen Teams aus dem Bergischen Land eigentlich immer gestalten." Denn die Wuppertaler präsentierten sich körperlich robust, was die junge Truppe vom ATV durchaus vor Probleme stellte. Das schnelle Spiel mit zahlreichen Tempogegenstößen konnte nur selten aufgezogen werden, entsprechend wenige Torschützen hatte Wallraths Team zu bieten. "Wenn die Torschützen sich nicht, wie zuletzt gegen Oppum, in der Breite verteilen, bist du ein leicht zu lesender Gegner. Und das haben die Wuppertaler heute gut gemacht und sicher in der Summe auch verdient gewonnen."

Von Beginn an hatten die Aldekerker in der eigenen Halle zurückgelegen. Es dauerte auch nur wenige Minuten, bis die Wuppertaler sich leicht abgesetzt hatten. Die Anzeigetafel hatte schon das 4:8 verbucht, als noch nicht einmal ein Sechstel der Spielzeit herum war. "Im Prinzip waren wir das gesamte Spiel über chancenlos. Daran ändern auch die beiden Situationen nichts, in denen wir in Reichweite kamen und mit etwas mehr Glück noch mal was hätten möglich machen können." Wobei "in Reichweite" hier die drei Tore Differenz (15:18) aus der 38. Minute und vier (19:23) 48. Minute meint.

Die Gäste waren aufgrund ihre robusten, aber nicht unfairen spielweise immer das kleine Bisschen besser als der ATV. Das Bisschen, das es braucht, um solche Begegnungen für sich zu entscheiden. Aldekerk konnte sein Stärke diesmal nicht zum Einsatz bringen. "Wir sind eben nicht auf körperliche Stärke bedacht. Unsere Vorteile liegen in der Schnelligkeit und in den Tempogegenstößen", sagte Nils Wallrath, der zugeben musste, dass es Wuppertal gelang, diese Tugenden zu unterbinden.

Für den ATV ist diese Niederlage allerdings kein Beinbruch - und auch das war bereits vor dem Spiel von Wallrath gesagt worden. "Wir sind ein junges Team, das Fehler macht und machen darf. Die jetzige Niederlage zeigt, dass die Punkte aus Oppum umso wichtiger waren. Wir müssen einfach weiter machen, aus solchen Spielen lernen und die Punkte woanders holen."

In der Tabelle sind beide Teams nun keine Nachbarn mehr. Aldekerk rutscht durch die Niederlage auf den elften und damit viertletzten Platz ab, hat aber noch Abstand zu den Abstiegsrängen.

Quelle: RP
 
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