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Lokalsport
Zur Derby-Neuauflage sind die Rollen ganz plötzlich vertauscht

Gelderland. Tischtennis-Landesliga: Der TTC Geldern-Veert empfängt erstmals nach langer Zeit den SV Walbeck. Gäste gelten als Abstiegskandidat Nummer eins. Von Volker Himmelberg

Landesliga: TTC Geldern-Veert - SV Walbeck (Sa., 18.30 Uhr, Turnhalle an der Anne-Frank-Straße). Eugen Brück hat zwar ein gutes Gedächtnis. Doch an ein Tischtennis-Derby gegen die erste Mannschaft des "großen" SV Walbeck kann sich der Vorsitzende des TTC Geldern-Veert bei bestem Willen nicht erinnern. "Das ist bestimmt mehr als 20 Jahre her", sagt Brück. Beim Wiedersehen nach langer Zeit ist der Gastgeber plötzlich sogar haushoher Favorit. Denn den Nachbarn aus dem Spargeldorf hat unmittelbar nach der vergangenen Saison ein Aderlass ereilt, der seinesgleichen sucht. Die komplette erste Mannschaft, die recht erfolgreich in der NRW-Liga unterwegs war, hat den Verein verlassen.

Zwar steht der litauische Nationalspieler Kestutis Zeimys nach wie vor an Position eins der Setzliste. Doch dabei handelt es sich nur um eine Formalie, weil sich der langjährige Spitzenspieler immer noch nicht schriftlich und damit offiziell abgemeldet hat. Doch spielen wird er in keinem Fall - zumindest nicht zum Saisonstart. "Wir haben nichts mehr von Kestutis gehört. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich das Thema erledigt hat. Vielleicht spielt er inzwischen wieder in seiner Heimat", sagt der Walbecker Sportwart Frank Kaenders.

Damit nicht genug. Auch die Walbecker Nummer zwei fällt aus: Heinz-Peter Koppers ist verletzt. Damit verbleibt nur noch die Mannschaft, die in der vergangenen Spielzeit sportlich betrachtet den Abstieg aus der Bezirksliga nicht verhindern konnte und jetzt urplötzlich eine Etage höher ran muss. Folgerichtig wird die Walbecker Auswahl von der Konkurrenz als Abstiegskandidat Nummer eins betrachtet. Frank Kaenders: "Die Spieler werden sich mit Händen und Füßen wehren." Der Anfang soll morgen in Geldern gemacht werden.

Der TTC Geldern seinerseits hat ganz andere Ambitionen. Die Mannschaft geht in unveränderter Besetzung (Jürgen Zeimetz, Andreas Dittrich, Achim op de Hipt, Maik Lehwald, Hans-Jürgen Voss und Stefan Piwkowski) ins Rennen und nimmt sich einiges vor. "Großes Plus ist der enorme Zusammenhalt unserer Spieler. Ich bin zuversichtlich, dass die Mannschaft im oberen Tabellendrittel mitmischt", sagt Eugen Brück. Als Ersatzmann steht Ralf Aengenheyster - aus beruflichen Gründen offiziell "nur" noch die Nummer eins der Gelderner Reserve in der Kreisliga - Gewehr bei Fuß.

Quelle: RP
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