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Handball
Zur Premiere kommt ein Topfavorit

Handball: Zur Premiere kommt ein Topfavorit
Diesen pinkfarbenen Modelook gab's nur in der Vorbereitung. Trainer Achim Schürmann, Jonas Mumme, Richard Pasch, Thomas Jentjens, Fabian Schwartz, Can Greven, Torwarttrainer Dirk Rahmel, Physiotherapeut Carsten Leicher (obere Reihe v.l.), Karsten Wefers, Lukas Hüller, Fabian Küsters, Florian Lindenau, Janik Schoemakers, Christian Thommessen, Tobias Dickel, Janis Kempmann und Matome Rampyapedi (unten v.l.) laufen auch in der Regionalliga in sattem Grün auf. FOTO: Heinz Spütz
Aldekerk. Handball-Regionalliga Nordrhein: Der TV Aldekerk freut sich auf die neue vierthöchste Spielklasse. Im ersten Spiel trifft der Oberliga-Vizemeister auf die Bergischen Panther. Der Gegner hat sich mit zwei Rückraum-Assen verstärkt. Von Volker Himmelberg

TV Aldekerk - HSG Bergische Panther (Sa., 19.30 Uhr, Vogteihalle). Man nehme die stärksten Mannschaften aus den Handball-Oberligen Nieder- und Mittelrhein und gründe eine neue Spielklasse. Mit dieser Rezeptur hat der Westdeutsche Handball-Verband die Regionalliga Nordrhein aus der Taufe gehoben, die am Samstag Premiere feiert. Der TV Aldekerk, der die vergangenen beiden Spielzeiten in der Oberliga als Meister und Vizemeister beendete, dürfte gleich die Erfahrung machen, dass in der neuen Umgebung ein rauer Wind weht.

"Die ersten beiden Gegner haben's in sich. Ich möchte deshalb unsere Fans vorab schon um etwas Geduld bitten, falls wir holprig starten sollten", meint ATV-Trainer Achim Schürmann. So etwas sagt der Meistermacher natürlich nicht ohne Grund. Am Samstag geben zunächst die Bergischen Panther aus Burscheid ihre Visitenkarte in der Vogteihalle ab. Die Mannschaft beendete die abgelaufene Saison punktgleich mit dem TV Aldekerk (33:15) auf Rang drei. Doch zwei namhafte Verstärkungen im Rückraum sollen dafür sorgen, dass die Krallen noch etwas schärfer ausgefahren werden. Der 23-jährige Philipp Hinkelmann und der 35-jährige Matthias Aschenbroich kommen vom Drittligisten Eintracht Hagen. Aschenbroich hat in jungen Jahren in der Bundesliga gespielt und genießt in der Handball-Szene einen Ruf als wurfgewaltiger Linkshänder. "Die Panther sind ein ganz heißer Anwärter auf die Meisterschaft", versichert Schürmann.

Eine Woche später reisen die Grün-Weißen zum TV Köln-Wahn, der sich als Vizemeister der Oberliga Mittelrhein (41:11-Punkte) für die neue vierthöchste Spielklasse qualifiziert hat. Soll heißen: Leichte Gegner, die sich auch schon mal mit angezogener Handbremse besiegen lassen, gibt's ab sofort nicht mehr. Achim Schürmann: "Aus diesem Grund verzichte ich auch vor dem Start auf eine klare Zielsetzung. Selbstverständlich wollen wir nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Und wir möchten nach wie vor jedes Spiel gewinnen. Aber wir lassen uns überraschen, was unter dem Strich dabei herauskommt."

Während Ligarivalen wie die Panther oder ART Düsseldorf für die neue Herausforderung personell aufgerüstet haben, hat der ATV einen Leistungsträger verloren. Der torgefährliche Linksaußen Fabian Schneider hat seine Laufbahn aus beruflichen Gründen beendet. "Das ist für uns natürlich ein herber Verlust. Aber jetzt können Talente wie Janis Kempmann oder Karsten Wefers zeigen, dass sie in der Lage sind, diese Lücke zu schließen", erklärt der Trainer. Auf der anderen Seite gibt's auch einen Neuzugang: Vom TV Lobberich, der die Qualifikation für die Regionalliga verpasst hat, kommt Richard Pasch. Der 23-Jährige hat seine sportliche Heimat im linken Rückraum.

In der Vorbereitung gaben die Aldekerker Jungs gelegentlich auch in Pink (neudeutsch "magentafarben") eine gute Figur ab. Doch Schürmann gibt gleich Entwarnung für die "Old School"-Fans des ATV: "Das sind absolute Ausweichtrikots. Wir spielen weiterhin im satten Aldekerker Grün."

Personell gibt's vor der Regionalliga-Premiere noch das eine oder andere Fragezeichen. So plagt sich Torhüter Christian Thommessen mit Kniebeschwerden herum. Eventuell wird der 18-jährige A-Jugend-Keeper Janik Schoemackers schon gegen die Panther ins kalte Wasser geworfen. Außerdem bangt Schürmann um den Einsatz von Can Greven, der eine Blessur an den Adduktoren noch nicht auskuriert hat.

Quelle: RP
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