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Issum
Spritzmittel auf Feld sorgt für Unmut

Issum. Mit Entsetzen hat Johannes Lomme aus Sevelen reagiert, als er bei einem seiner Spaziergänge ein auffällig gelbes Feld in der Nähe des Naturschutzgebietes Fleuthkuhlen zwischen Issum und Sevelen entdeckt hat. "Ich gehe davon aus, dass das Feld mit Spritzmitteln behandelt worden ist", sagt Lomme. "Ich kann nicht verstehen, warum es nötig ist, dass man ein derartiges Feld vor dem Umbruch noch so behandeln muss."

Deshalb hat Lomme sich an die Landwirtschaftskammer, Kreisstelle Kleve/Wesel, gewandt, um Näheres zu erfahren. Doch bisher hat er keine weiteren Auskünfte erhalten. Auf RP-Nachfrage bei der Kreisstelle erklärt Klaus Theobald, dass es möglich sei, dass auf dem angesprochenen Feld noch Zwischenfrüchte vorhanden gewesen sein könnten, die aufgrund des milden Winters nicht abgefroren sind und durch Spritzmittel besser entfernt werden könnten. Verstöße gegen Spritzmittelregelungen bestünden lediglich dann, wenn Dauergrünland "umgeprescht" würde. Für diesen Fall müsste eine Genehmigung eingeholt werden. Falls Landwirte Gras anpflanzen, dürfe dieses Feld mit Spritzmitteln behandelt werden. "Ein Verstoß läge nur dann vor, wenn die Spritzmittel über die Feldgrenze hinaus angewandt werden", erklärt Theobald.

"Sicherlich ist es fraglich, ob man Spritzmittel unbedingt anwenden muss. Allerdings wäre ein Umbruch bestimmter Felder durch Pflügen auch nicht ratsam, da es durch das mehrfache Bearbeiten des Bodens zu einer Stickstofferhöhung kommen könnte. Deshalb sind Spritzmittelanwendungen in einigen Fällen nachvollziebar", sagt Theobald.

(cad)
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