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Geldern
Amani Kinderdorf setzt verstärkt auf Bildung

Geldern. GELDERN Der Verein Amani Kinderdorf hat ein weiteres Mitglied in seinen Vorstand aufgenommen. Seit rund 15 Jahren kümmert sich der Verein um Aidswaisen in Tansania - auch mit Unterstützung junger Menschen aus Deutschland, die einen Freiwilligendienst in den beiden Kinderdörfern absolvieren. Daniel Rösch hat in 2013 und 2014 ein Jahr lang als Freiwilliger in der dorfeigenen Schreinerei in Kilolo gearbeitet und setzt sein Engagement nun durch die Arbeit im Vorstand fort.

Für den 24-Jährigen aus Ingelheim ist das eine große Freude. "Einen Riesendank, dass es alles klappt. Ich freue mich wirklich sehr, bei euch mitarbeiten zu können", sagte er. Daniel Rösch wird in Zukunft regelmäßig nach Tansania reisen und dort den Zustand der Häuser im Blick behalten und nötige Renovierungen veranlassen. Mit dem gelernten Schreiner wächst der Vorstand auf insgesamt zehn Mitglieder. Die meisten von ihnen sind seit vielen Jahren, einige sogar seit der Vereinsgründung 2001 dabei.

Bei der Jahresversammlung wurden auch die Vorstandsmitglieder Judy Eule und Marietheres Wolfers einstimmig wiedergewählt. Matthias Schmidt, seit 2010 Vorsitzender, schilderte die Arbeit des Vorstands im vergangenen Jahr. Das zweite Kinderdorf in Kitwiru ist mittlerweile fertiggestellt. Um die Entwicklung der insgesamt 159 Kinder in Kilolo und Kitwiru zu verfolgen, wird für jedes Kind eine Akte angelegt.

Marlies Brückner und Marietheres Wolfers verwalten die Akten und pflegen den Kontakt zu Paten in ganz Deutschland. In Kilolo leben derzeit viele der älteren Kinder in Internaten, so dass in diesem Jahr zehn bis 14 weitere Kinder aufgenommen werden. Für sie werden Paten gesucht - eine Patenschaft kostet 40 Euro im Monat. Auch wenn die Leitung der beiden Kinderdörfer in tansanischer Hand liegt, bleiben regelmäßige Besuche aus Deutschland wichtig.

Ulrich Siepe, stellvertretender Vorsitzender, und Judy und Jörg Eule waren über Ostern in beiden Kinderdörfern. Sie berichteten über die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort und den Freiwilligen und von schönen Erlebnissen. Zum Beispiel wurde in Lusinga, einem Nachbarort, der Frauentag gefeiert, und die Amani-Kinder durften auftreten. Hans-Peter Kosmider, zuständig für die Finanzen, bedankte sich bei allen Mitgliedern, Paten und Spendern.

Wichtigste Aufgabe ist derzeit die Bildung der Kinder, um ihre Chancen auf gute Berufe zu verbessern.

Quelle: RP
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