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Geldern
Bruderschaft Rahm feiert Patronatstag

Geldern. RAHM Die Feierlichkeiten zum Patronatsfest der St.-Antonius-Bruderschaft Rahm starteten mit dem Antoniusball im Vereinslokal "Rahmer Hof". Brudermeister Norbert Steger und Festwirt Roland Scholz konnten in diesem Jahr deutlich weniger Gäste begrüßen als im Vorjahr, ehe DJ Jürgen Scholz dann zum Tanz aufspielte. Gut gestärkt durch leckeren Grünkohl konnten die Gäste einen bunten Abend erleben. Höhepunkt war der Auftritt des Duos "Aller Art", das einen Ausschnitt ihres aktuellen Programms präsentierte. Antje Funken und Lydia Peschers-Wagener trugen zum Abschluss das Lied des Kerkener Imagefilms vor und ergänzten es mit einigen recht treffend gedichteten Strophen. "Rahmer sind einfach liebenswert" sangen sie - und damit hatten sie natürlich Recht. Im Anschluss trug der Heimatverein, vertreten durch Heike van Hall, Claudia Kamps und Mathias Büsch, kleine Geschichten und den einen oder anderen Witz auf Aldekirksche Platt vor.

Am darauffolgenden Freitag wurde die Messe für die Rahmer Gebetsgemeinschaft "Maria, Königin des Friedens" gehalten, bei der Peter Bappert sein Amt als neuer Kirchmeister antrat. Dieses Amt wird jährlich demjenigen übertragen, der in der St.-Antonius-Bruderschaft im aktuellen Jahr am längsten verheiratet ist. Schützenkönig Stefan Venmanns bedachte zusammen mit seinen Ministern Peter Dams und Johannes Steger die anwesenden Kinder nach der Messe wieder mit Brezeln. Am Samstag fand dann in der Rahmer Kapelle das Festhochamt zu Ehren des heiligen Antonius, des Schutzpatrons der Bruderschaft, statt. Während des kleinen Umzugs vom Feuerwehrhaus zur Kapelle wurde die Bruderschaft wieder vom Trommlercorps Stenden musikalisch begleitet. Während der Messe wurden die Neumitglieder in die Bruderschaft aufgenommen. Im Anschluss zeigten die Fahnenschwenker Martin Dams, Max Klümpen, Markus Steger, Thomas Gaelings, Jan-Phillip Sauer und Christian Heyer ihr Können. Anschließend fand das Frühstück mit "Geloag" im Rahmer Hof wieder besonders viel Zuspruch. 94 Mitglieder nahmen daran teil. Im Laufe des Tages ehrte die Bruderschaft den scheidenden Küster der St.-Antonius-Kapelle, Gerhard Gaelings. 50 Jahre war er für die Kapelle und den reibungslosen Verlauf der Messen verantwortlich. Ehrerweisend erhoben sich die Mitglieder von den Stühlen und dankten Gaelings mit langanhaltendem Applaus. Sein Amt gibt er nun an seinen Sohn Helmut Gaelings weiter.

Zur 587. Jahreshauptversammlung am folgenden Dienstag konnte Brudermeister Norbert Steger 36 Mitglieder begrüßen. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder gab er zunächst einen stichpunktartigen Rückblick über die vergangenen Festtage. Anschließend standen die Jahres- und Kassenberichte sowie Neuwahlen auf der Tagesordnung. Schriftführer Guido Gipmans gab mit seinem Jahresbericht eine rückwirkende Übersicht über die vielfältigen Aktivitäten der Bruderschaft im Jahr 2015. Kassierer Johannes Bonn gab einen sehr ausführlichen Überblick über die Finanzen und erklärte umfassend die einzelnen Positionen. Die Kassenprüfer Hajo Born und Georg Gaelings hatten bei der Prüfung der Kasse keine Widersprüche festgestellt und bescheinigtem dem Kassierer eine ordentliche und korrekte Buchführung. Auf ihren Antrag hin wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Danach berichtete Georg Gaelings über die sportlichen Erfolge der Schießgruppe Aldekerk-Eyll-Rahm. Dabei hob er besonders die Leistungen von Bezirksschülerprinz Jason Guntrum hervor. Er hatte sich zudem für das Bundesschülerprinzenschießen in Bösel qualifiziert und belegte dort mit vollen 30 Ringen den zweiten Platz. Für weitere fünf Jahre einstimmig wiedergewählt wurde Schriftführer Guido Gipmans. Für drei Jahre wiedergewählt wurden die Fahnenoffiziere Johannes Bonn und Andreas Praas. Guido Gipmans trat nach neun Jahren nicht mehr für eine weitere Amtsperiode an. Als Nachfolger wählten die Schützenbrüder Ludger Thönes. Als Kassenprüfer ersetzt Martin Dams den nach zwei Jahren scheidenden Kassenprüfer Heinz Willi Suytings. Alle Wahlen verliefen einstimmig. Anschließend sprach Präses Theodor Prießen ein Grußwort an die Bruderschaft. Bezogen auf den Zustrom von Flüchtlingen und den Geschehnissen der Silvesternacht in Köln mahnte er eindringlich zur Besonnenheit und erinnerte die Bruderschaft an ihre christlichen Werte. Besonders solchen Personen, die die Lügen des Dritten Reiches heute erneut verbreiten, müsse man sich entschieden entgegenstellen. Zudem wies er auf das Pfarrfest von St.-Dionysius am 3. Juli in Stenden hin.

Quelle: RP
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