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Geldern
"Die Schlampampen" begeistern im ausverkauften Haus

Geldern. GELDERN Trotz der Erkrankung einer Mitspielerin präsentierten sich die acht Damen von der Kabarettgruppe "Die Schlampampen" in Geldern in Höchstform. Vom begeisterten Publikum gab es viel Szenenapplaus und am Ende des Programms stehende Ovationen. Der rheinische Landfrauenverband, Bezirksverband Geldern, hatte die Veranstaltung in der seit Monaten ausverkauften Aula des Lise- Meitner -Gymnasiums organisiert.

Mit dem Jubiläumsprogramm "Damenwahl extra" feierten die Kabarettistinnen am Wochenende ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Viele Lieblingsszenen und Kultfiguren aus zwei Jahrzehnten spielten dabei eine Rolle. Ob zickig oder charmant, auch in den besten Jahren trafen die Damen mit ihrer Selbstironie und Komik den Nerv des Publikums. Die Schlampampen analysieren den Frauenalltag, die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Tücken einer langjährigen Partnerschaft.

Dazu schlüpfen sie in die Rollen von unterschiedlichen Frauentypen. Ob als militante, wilde Witwen oder rüstige Silberfische - die Damen wissen einfach, warum es gut ist, eine reife Frau zu sein. Stutenbissig kämpfen sie mit ihren Geschlechtsgenossinnen um das Schnäppchen beim Discounter und um die beste Bahn im Schwimmbecken. Beim gemeinsamen Hitzewellen-Flash-Mob reißen sie sich fachgemäß die Kleider vom Leib. Die Ladys begeistern sich für eine Männeroase, in der sie nörgelnde Ehemänner beim Einkaufen abgeben können.

Sie mögen es nicht nur heiß, sondern auch schräg, vor allem wenn sie tanzen und singen. Das begeisterte Publikum wollte die Kabarettistinnen am Ende des Abends nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen lassen. Einen besonderen Applaus erhielt die Regisseurin Elisabeth Wickinghoff, die spontan die Rollen der kurzfristig erkrankten Mitspielerin Renate Sonnabend übernommen hatte. Unter ihrer Regie präsentierten Klaudia Baumann, Jutta Beckmann, Sabine Burks, Cäcilia Leenders van Eickels, Maria Menze, Monika Otto und Ulrike Schlaab ihr inzwischen elftes Programm.

Die Geburtsstunde der Gruppe war 1995. Während der Hertener Frauenkulturtage gab es einen Theaterworkshop unter dem Motto "Frauen(t)räume". Dort entwickelten neun ganz unterschiedliche Frauen die Idee, auf satirisch-unterhaltsame Weise auf die Bühne zu bringen, was Frauen bewegt. Im Frühjahr 1996 traten sie erstmals als "Die Schlampampen" in Herten auf. Der Name geht zurück auf schlampampen, ein altes Wort für: ein Gelage halten, in Saus und Braus leben, schlemmen, schwelgen, schlürfen.

.. Inzwischen sind die Schlampampen über das Ruhrgebiet hinaus ein Begriff in Sachen Frauenkabarett und spielen in vielen Städten in NRW. Oft stehen sie für einen guten Zweck auf der Bühne, etwa für Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen, Jugendprojekte oder aktuell Initiativen für Flüchtlinge. Seit der Gründung haben insgesamt 20 Frauen mitgespielt. In der aktuellen Besetzung besteht die Gruppe zwölf Jahre.

Quelle: RP
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