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Geldern
Ein Abend über Papst Franziskus

Geldern. STRAELEN Eine engagierte Gruppe von Teilnehmern aus dem "Laienstand" traf sich zum KAB-Gesprächsabend über das Thema "Papst Franziskus - ein Erneuerer?", das Hans Rütten mit einem Kurzreferat begann. Zunächst stellte er in einem Überblick über die Lebensdaten den Werdegang von Jorge Mario Bergoglio (geboren 1936) bis zur Berufung ins Papstamt (2013) vor. Die Namensgebung "Franziskus" wurde allgemein als erstes Zeichen eines Programms für sein Wirken gewertet.

Die Zuwendung zu den Menschen, besonders zu den Armen, war ein deutlicher Fingerzeig in Richtung der "Option für die Armen", wie sie von Papst Johannes XXIII. beim II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) gefordert wurde. Einfluss auf seine pastoralen Schwerpunkte haben sicher die Aussagen des "Katakombenpakts" (1965), der von Dom Helder Camara (1909-1999) initiiert wurde, sowie das Schlussdokument der Bischofsversammlung von Aparecida (2007). In seinen Rundschreiben "Evangelii Gaudium" fordert er eine Erneuerung der Glaubensverkündigung durch alle Getauften, vor allem durch Taten der Barmherzigkeit und in der Enzyklika "Laudato si" mahnt er die Weltverantwortung für den Schutz des "gemeinsamen Hauses: Erde" und ihrer Ressourcen an.

Im Bereich der "Ökumene" gab es eine Reihe von Aktivitäten. Deutlich ist hier seine Meinung, wie er sie bei der diesjährigen Audienz am Pfingsttag äußerte: "Der Geist erschafft die Verschiedenheit und die Einheit, formt ein neues Volk, das vielfältig und geeint ist: die universale Kirche." In der lebhaften Diskussion wurde das Wirken des Papstes positiv beurteilt. Bei den Problemen im Bereich der stärkeren Einbindung von Frauen in den pastoralen und priesterlichen Diensten, sowie in der drängenden Problemlösung bei der Zulassung zu den Sakramenten von wiederverheirateten Geschiedenen und der Kurienreform, forderte die Runde mutige Entscheidungen.

Quelle: RP
 
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