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Geldern
Kolloquium auf Schloss Wissen

Geldern. WEEZE "Zwischen Macht und Ohnmacht", unter diesem Titel tagten Wissenschaftler und Angehörige des rheinischen Adels auf Schloss Wissen. Adelsherrschaft war das Thema. Nicht die gut erforschten großen Landesherrschaften, sondern mittlere und kleinere Herrschaftsbezirke, überwiegend aus dem Rhein-Maas-Raum, standen im Mittelpunkt einer spannenden und intensiven Diskussion. Der Landschaftsverband Rheinland ermöglichte dieses zweitägige Kolloquium, das von seiner Archivberatungsstelle mit Sitz in der Abtei Brauweiler vorbereitet und in Verbindung mit den Vereinigten Adelsarchiven im Rheinland durchgeführt wurde.

Der Wissener Schlossherr, Raphaël Freiherr von Loë, dessen Vorfahren selbst über Jahrhunderte eine kleine Herrschaft auf Weezer Gebiet (im damaligen Herzogtum Kleve) innehatten, freute sich, zu diesem immer noch aktuellen Thema begrüßen zu können. Damals wie heute gehe es um Teilhabe an politischen Entscheidungen und die Gestaltung politischer Ordnung. Vor 1800 waren gerade auch im Niederrheinischen diese kleineren Herrschaften von großer Bedeutung für Land und Leute.

Der geschichtsinteressierte Weezer Bürgermeister Ulrich Francken freute sich, das Auditorium auf dem Gemeindegebiet willkommen heißen zu können, und gesellte sich ins Auditorium. Mit den Schlössern Wissen, Kalbeck und Hertefeld zeugen noch heute gleich drei beeindruckende Schlösser auf Weezer Gebiet von solchen alten Adelsherrschaften. Einhelliges Fazit aus dem Kreis der Teilnehmer: Ein für die Erforschung lokaler wie regionaler Geschichte immer noch aktuelles Thema, das sich zu vertiefen lohnt.

Dazu soll auch der Tagungsband beitragen, der in der Schriftenreihe der Vereinigten Adelsarchive im Herbst 2018 mit den Beiträgen der zehn Referenten erscheinen soll.

Quelle: RP
 
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