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Geldern
Kolpingsfamilie lädt Flüchtlinge zur Tour durch den Kreis ein

Geldern. GELDERN Die Kolpingsfamilie Geldern betreut schon seit langem syrische Familien, richtet Wohnungen ein und hilft im deutschen Bürokratie-Dschungel. Nun hat sie rund 30 Asylbewerber aus einem Deutschkurs des Internationalen Bundes mit Alfred Schmitz zu einer Busrundfahrt durch den Kreis Kleve eingeladen. Bodo Polixa hieß die Asylsuchenden aus acht Nationen im Namen der Kolpingsfamilie willkommen.

In der Rhein-Waal Hochschule übernahm der Marketing-Manager Jochen van Bentum die Führung. Wegen der Ferien konnte man in viele Räume problemlos hineinblicken. Interessant waren für viele der Technik-Raum und auch die riesige Bücherei im ehemaligen Kornspeicher des Hafens. Zum Schluss sahen südländische Teilnehmer die Früchte aus ihrer Heimat im tropischen Gewächshaus wieder einmal an den Bäumen.

Zwei Mitfahrer beschlossen, sich für einen Kurs an der Hochschule eintragen zu lassen. Dann ging es zur Schwanenburg, wo man von der Turm-Spitze aus bis über den Rhein blickte. Die Bilder von der Zerstörung der Burg im zweiten Weltkrieg hinterließen tiefen Eindruck bei den Asylsuchenden. Bei einem Stopp lud die Kolpingsfamilie in ein Fast-Food-Restaurant ein, dann ging es durch den Reichswald zum Ehrenfriedhof mit Tausenden Soldatengräbern.

Allen wurde klar, dass die Deutschen vor über 70 Jahren das gleiche Schicksal trugen, das heute in vielen Ländern vorherrscht, aus denen jetzt Flüchtlinge kommen. In einer Schweigeminute gedachte man der vielen Kriegstoten auf der Welt. Letzte Station der Fahrt war der Flughafen Weeze. Dort erzählte Bodo Polixa über Entstehung und Werdegang, anschließend ging es zurück nach Geldern. Aliya Muntaz aus Afghanistan bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei der Kolpingsfamilie, bei Bodo Polixa sowie Hermann Backhausen und Karl Boekhoorn für den Ausflug und bei Alfred Schmitz für die Teilnahme und Ausrichtung.

Mit vielen Eindrücken gingen alle auseinander.

Quelle: RP
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