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Geldern
Seit 50 Jahren gibt es weibliche Stimmen beim Gelderner Chor 1847

Geldern. GELDERN Vor 50 Jahren kam es erstmals zur geschlechterübergreifenden Kooperation im Dienste der Kunst. Am 20. April 1966 fand beim damaligen Männergesangverein 1847 Geldern erstmalig eine Probe mit dem neu gegründeten Frauenchor statt. Genau 50 Jahre später wurde an dieses denkwürdige Ereignis erinnert. Zwei Frauen aus der Gründerzeit wurden vom Vorsitzenden für ihre Treue zum Verein geehrt. Vor 50 Jahren und einem Monat, nämlich am 22.

März 1966, teilte die Stadt Geldern mit, dass man gerne einmal die Aufführung eines größeren Chorwerkes in der Art eines Oratoriums ins Programm des Kulturrings aufnehmen würde, vielleicht in Zusammenarbeit mit dem befreundeten Chor aus Schaag. Am 2. April 1966 kam es zur Abstimmung über die Gründung des Frauenchores. Von 52 Anwesenden stimmen 37 mit Ja, 14 mit Nein, es gab eine Enthaltung. Die Neinsager wollten aber trotz Wahlniederlage weiter im Chor bleiben.

Und rasch erfolgte Werbung zeigte Erfolg: Bereits am 20. April 1966 hatten sich 20 Damen gemeldet. Im Mai 1966 waren bereits 40 Damen im Chor. Und bei der Hauptversammlung im März 1967 war der Chor auf 54 Damen angewachsen. Erste "Sprecherin" des Damenchores war Margret Spolders, die im März 1967 zur 1. Vorsitzenden des Frauenchores gewählt wurde. Sie trat 1968 zurück. Nachfolgerin wurde Käthe Poell. Im Oktober 1966 gab es ein Opern- und Operettenkonzert mit dem "Gemischten Chor" und dem Sinfonieorchester Tegelen erstmals in der neuen Aula des Mädchengymnasiums Geldern.

Der Chor wurde verstärkt durch Sängerinnen und Sänger vom Frohsinn-Chor aus Lobberich. Bei der Hauptversammlung im März 1967 wurde die neue Satzung beschlossen mit dem neuen Chornamen "MGV 1847 und Frauenchor Geldern." Heute noch aktiv aus den ersten Anfängen sind Elfriede Kasperzak und Angelika Reitz. Der Frauenchor entwickelte kontinuierlich mit dem großen Ziel, der Aufführung von Haydns "Schöpfung" im Dezember 1967.

Heute überwiegt der Frauenanteil im Verein: Es gibt 73 - Männer leider nur 17. Die Mitglieder hoffen, dass sich wieder mehr Männer anschließen, um ein ausgewogeneres Stimmenverhältnis zu bekommen. Vor 50 Jahren war der Stimmenanteil ausgeglichen.

Quelle: RP
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