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Straelen
Stadthalle: neuer Name, neue Technik

Straelen. Gestern ist das Gebäude unter seinem neuen Namen Bofrost-Halle wiedereröffnet worden. In Rekordzeit sind das Dach saniert und neue Technik eingebaut worden. Das Tiefkühlunternehmen übernimmt zwei Drittel der Kosten. Von Christian Cadel

Fast kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Straelener Stadthalle, die seit 32 Jahren Heimat für Sportveranstaltungen und Feste jeglicher Art ist, erstrahlt in neuem und vor allem moderneren Glanz. Da die Halle stark sanierungsbedürftig war, musste gehandelt werden. Vor allem die Dachkonstruktion sowie die in die Jahre gekommene Technik waren Grund genug, um aus dem Alten etwas Neues entstehen zu lassen.

Deshalb taten sich die in der Blumenstadt ansässige Firma Bofrost und die Stadt Straelen zusammen. Gestern wurde die Halle feierlich unter ihrem neuen Namen Bofrost-Halle wiedereröffnet. Die Idee entstand Anfang dieses Jahres. Bofrost-Gründer Josef H. Boquoi war auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude, um das groß angelegte Jubiläum zum 50-jährigen Betriebsbestehen zu feiern.

Da auch ihm bewusst war, dass die Stadthalle saniert werden müsse, kam der Vorschlag auf, gemeinsam mit der Stadt die Halle wieder in Schuss zu setzen.

Insgesamt 1,8 Millionen Euro wurden dafür in die Hände genommen - genauso viel, wie ursprünglich veranschlagt worden war. Zwei Drittel der Kosten übernahm Bofrost, ein Drittel kam von der Stadt. "Schon vor 25 Jahren haben wir unsere internationale Betriebstagung in der Stadthalle durchgeführt. Jetzt dachten wir, dass wir wieder 'back to the roots' müssen", sagte Boquoi.

Und der Bofrost-Gründer zeigte sich in seiner gewohnt humorvollen Ansprache auch zufrieden. "Es ist eine ganze Ecke schöner, besser und herrlicher geworden, als ich es erwartet hatte. Und deshalb möchte ich alle Beteiligten über den Klee hinweg loben." In Rekordzeit von zehn Wochen haben die beteiligten Handwerksbetriebe die Dachkonstruktion saniert, der Halle einen neuen Anstrich verpasst und neue Technik verbaut. Fast ein Drittel der Baukosten wurden für die neue Belüftungsanlage benötigt. An der Hallenwand befindet sich nun eine Lüftungsleiste, die kühle Frischluft in die Halle pustet. "Die Frischluft verteilt sich auf dem Boden, so dass ein Frischluftsee entsteht", erklärt Dr. Dirk Zantow, Projektleiter bei Bofrost.

Ein großer Vorteil: Die früher als stickig und trocken empfundene Hallenluft ist nun deutlich frischer und kühler. Das kommt vor allem den Sportlern zu Gute, die demnächst wieder um Siege in der Halle spielen werden. "Die neue Klima- und Lüftungsanlage kann die Luft innerhalb von einer Stunde viereinhalbmal gegen Frischluft austauschen", erklärt Zantow. "Die Deckenstrahlplatten unterm Hallendach erwärmen nun auch nicht mehr die Luft, sondern nur die Oberflächen. Man hat künftig zwar das Gefühl von Wärme, die Luft ist aber weiterhin angenehm kühl", sagt Architekt Michael van Ooyen. Die neue Technik führt auch dazu, dass zukünftig Betriebskosten eingespart werden. Straelens Bürgermeister Hans-Josef Linßen lobte die Zusammenarbeit mit Bofrost und allen weiteren Beteiligten und verwies auf die Win-Win-Situation. Bofrost bekommt das Recht, künftig Betriebsveranstaltungen in der Halle durchzuführen, die Stadt Straelen hat mit der Partnerschaft vermieden, die Halle über einen langwierigen Schritt-für-Schritt-Prozess zu sanieren. Erste Veranstaltung in der neuen Bofrost-Halle wird das am 10. und 11. September stattfindende Schützenfest sein. Dann können alle Bürger sich selbst ein Bild machen. Übrigens: Die legendäre Kneipe "Tüffis Pub" innerhalb des Hallenkomplexes hat die Sanierungsarbeiten unbeschadet überlebt.

Quelle: RP
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