| 00.00 Uhr

Rp-Serie Die Kandidaten
Stefan Vester: Von der Bank ins Rathaus

Fotos: Das sind die Bürgermeisterkandidaten fürs Gelderland
Fotos: Das sind die Bürgermeisterkandidaten fürs Gelderland
Geldern. Der Sevelener lebt mit seiner sportlichen Familie im Schatten der Dahlenmühle. Ehefrau und Kinder spielen aktiv Volleyball oder trainieren eine Mannschaft. Der Borussia aus Mönchengladbach gehört das Herz des gesamten Vester-Clans. Von Stefan Kriegel

sevelen Klar, auch der CDU-Bürgermeisterkandidat Stefan Vester zieht derzeit in Issum und Sevelen von Haus zu Haus, um für sich Werbung zu machen. Begleitet wird er dabei oft von den verschiedenen Wahlkreiskandidaten der CDU im Issumer Gemeinderat. Dabei stieß der Sevelener, der mit seiner Familie im Schatten der Dahlenmühle wohnt, schon mehrfach auf eine interessante Aussage. Vor allem im Ortsteil Issum konfrontierten ihn Bürger mit der Aussage: Es wäre gut, wenn ein Issumer mal Bürgermeister wird und nicht unbedingt aus Sevelen kommt. "Dann frage ich immer: Warum? Hat ein Rathauschef aus Sevelen der Gemeinde schon mal geschadet? Eine Antwort bleibt dann aus."

Vester sieht keine Vor- oder Nachteil in der Herkunft eines Bürgermeisters und möchte für die CDU gerne die Nachfolge des parteilosen Gerhard Kawaters antreten, der ebenfalls in Sevelen beheimatet ist. Zwar ist der heute 44-jährige Bankkaufmann in Sevelen geboren und aufgewachsen, ging jedoch anschließend in die St.-Nikolaus-Grundschule in Issum. Von dort aus wechselte er zum Friedrich-Spee-Gymnasium und anschließend zur Höheren Handelsschule nach Geldern. Seine Ausbildung zum Bankkaufmann verschlug den begeisterten Krimi-Leser zur Deutschen Bank nach Krefeld. In Kevelaer und später wiederum in der Seidenstadt absolvierte der Christdemokrat seine ersten Berufsjahre als Kundenberater. Heute, und das schon seit 2007, arbeitet er als Finanz- und Vermögensberater bei der Volksbank Niederrhein in Sonsbeck und Xanten. "Dann ist man so eine Art ,Mädchen für alles'", erklärt der Finanzfachmann.

Das sind die Bürgermeisterkandidaten für Issum FOTO: privat

Zur Kommunalpolitik kam der Christdemokrat durch seinen Plan, sich in Sevelen Eigentum zu schaffen. "Damals verfolgte ich Ausschuss- und Ratssitzung zu einem Baugebiet in Sevelen", berichtet Vester. Das habe der damalige Issumer CDU-Vorsitzende Paul Düllings bemerkt, der ihn fragte, ob er nicht aktiv in der Issumer Politik mitwirken wolle. 2003 trat er in die CDU ein und wurde bereits ein Jahr später Ratsmitglied. Bei drei Kindern lag es nahe, dass er sich unter anderem im Schul- sowie im Jugend- und Sportausschuss engagierte.

Überhaupt ist die Familie Vester sehr sportlich. Mutter Doris (46) und Tochter Ann-Kathrin (15) trainieren Volleyball-Mannschaften, Sohn Hendrik (14) und Tochter Sophie (12) spielen am Netz aktiv. Einig sind sich alle fünf Vesters bei ihrem Lieblingsverein in der Fußball-Bundesliga: Borussia Mönchengladbach. Auch durch seine Heimatverbundenheit schätzt der CDU-Bürgermeisterkandidat Vereinszugehörigkeiten. Hier eine kleine Aufzählung: SV Sevelen, TV Sevelen, St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Oermten-Großholthuysen, DLRG-Ortsgruppe Issum/Sevelen und SV Exitus-Esters.

Stefan Vester sitzt gerne im eigenen Garten und liest, mit Vorliebe historische Romane wie die von Ken Follett. FOTO: Markus van Offern

Und wenn dann neben den Vereinsaktivitäten, der Bank und der politischen Arbeit etwas Zeit bleibt, liest der 44-Jährige gerne. Zu seinen Vorlieben gehören Krimis und historische Romane. Die Literatur "verschlingt" er dann auch gerne im heimischen Garten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rp-Serie Die Kandidaten: Stefan Vester: Von der Bank ins Rathaus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.