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Straelen
Straelen denkt über sich nach

Straelen. Die Stadt sucht unter dem Motto "Straelen gut bedacht" nach einem neuen Leitbild. Neue Ideen werden benötigt, alte Überlegungen sollen auf den aktuellen Stand gebracht werden. Von Michael Klatt

Viele gute Ideen haben die Straelener schon zusammengetragen. Eine bunte Tafel im Rathaus gibt eine Übersicht darüber, was während des Zukunftsmarktes 2005 und danach zu Stande kam. Doch Fragen wie "Was wollen wir?", "Stimmt die Richtung?" oder "Was können wir uns leisten?" sind nie statisch, sondern ein dynamischer Prozess. Meinen Bürgermeister Jörg Langemeyer und der Erste Beigeordnete Hans-Josef Linssen. Und deshalb hoffen sie auf weitere nützliche Anregungen, nicht zuletzt von den Bürgern, für das Leitbild "Straelen gut bedacht".

Die grundsätzlichen Ziele der Stadtentwicklungsziele – zum Beispiel maßvolles Wachstum, kein Überfordern der Infrastruktur – gelten weiter. "Doch wegen der demographischen Entwicklung wird es schwieriger, die 18 000 Einwohner noch zu erreichen", spielt Bürgermeister Langemeyer unter anderem auf die verschärfte Konkurrenz der Städte um Zuzügler an. Straelen hat mehr Ein- als Auspendler. Es komme zum Beispiel darauf an, die Beschäftigten auch als Einwohner zu gewinnen. Und eine große Rolle spielen natürlich auch die finanziellen Verhältnisse.

"Alles im grünen Bereich"

"Straelen gut bedacht" sieht die Verwaltungsspitze als Weiterentwicklung der Dachmarke "Alles im grünen Bereich". Das Leitbild ist mittel- bis langfristig angelegt und soll nach Ansicht Langemeyers alles das in Struktur und Form bringen, worüber die Einwohner an den Stammtischen oder auch im stillen Kämmerlein diskutieren. Nicht nur Rat und Verwaltung sind gefragt. Die Bürger, Vereine, Verbände und sonstige lokale Akteure sollen eingebunden werden, wenn es zum Beispiel darum geht, Flächen neu zu nutzen.

Leitfäden wie der Verkehrsentwicklungsplan oder das Einzelhandelsgutachten sollen darauf abgeklopft werden, ob sie fit für die Zukunft sind. Die, wie Langemeyer und Linssen formulieren, "Identitätsentwürfe" sollen einem Erkenntnisinteresse folgen: "Wie sollte unsere Stadt aussehen, damit wir uns darin wohlfühlen?" Und zwar nicht nur in den nächsten zehn Jahren.

An thematischen Feldern herrscht kein Mangel. Zukunftsorientierter Bildungsstandort, Familienfreundlichkeit, Hochburg des Gartenbaus/Agrobusiness, die Stadt mitten in Europa mit grenzüberschreitender Wirkung listen der Bürgermeister und der Erste Beigeordnete auf. Und sie rechnen damit, dass den Straelenern zu weiteren Segmenten noch einiges einfallen wird.

Quelle: RP
 
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