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Straelen
Straelener Bürger wollen Parkplätze erhalten

Straelen. Der Rat der Stadt Straelen hat beschlossen, ein integriertes städtebauliches Handlungskonzept für die Innenstadt erstellen zu lassen. Von Yvonne Theunissen

Dieses Konzept bildet nicht nur die Basis der Stadtentwicklung bis 2022, sondern ist auch Grundlage für die Bewilligung erheblicher staatlicher Fördergelder (die RP berichtete mehrfach). In den Prozess der Ausarbeitung sollen alle Interessensgruppen eingebunden werden. Zu einem ersten Informationsabend lud die Stadt Straelen daher jetzt ins Rathaus ein.

Ziel des Abends war es nicht, bereits fertige Entwürfe vorzustellen, sondern den Bürgern Gelegenheit zu geben, auf wichtige Punkte hinzuweisen: "Wir wollen bestimmte Stadtteile gedanklich ablaufen und mit Ihnen diskutieren, was Sie da sehen. Noch ist nichts fix. Es ist der richtige Zeitpunkt, um Ihre Ideen einfließen zu lassen", so Planer Helmut Hardt von "Stadtumbau" aus Kevelaer. Los ging es mit der Innenstadt. Die rege Diskussion beschäftigte sich mit dem nicht barrierefreien Belag des Marktplatzes, privaten Mülltonnen im öffentlichen Bereich, einer möglichen Anpassung des Bebauungsplans und vor allem mit einer eventuellen Verkehrsberuhigung der Wälle durch Einführung von Tempo 20 und "Shared Space"-Bereichen (Bereiche, in denen alle Verkehrsteilnehmer wie Pkws, Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigt sind). Dieser Vorschlag sorgte bei den Teilnehmern für viel Kritik. Problematisch sei dann der Zu- und Abfluss der Fahrzeuge auf dem Wall und Staus.

Ein weiterer sehr kritisch diskutierter Punkt war der Wegfall vieler Parkplätze am Ostwall durch den Vollsortimenter und der Vollsortimenter an sich. Alle drei Faktoren zusammen sahen manche Teilnehmer als Todesurteil für den Einzelhandel in der Innenstadt. Hardt war sehr bemüht, Lösungen anzubieten, zum Beispiel, die Möglichkeit von weiteren Parkplätzen an der Aussegnungshalle am Friedhof, musste aber einräumen, dass manche Dinge, wie der Vollsortimenter bereits beschlossene Sache seien.

Weniger kontrovers ging es bei den Themen "Schulcampus" "Friedhof" "Landwirtschaftskammer" und "Stadtpark" zu. Bei allen Bereichen äußersten die Teilnehmer Gestaltungsvorschläge, wie das Einrichten einer "Elternspur" im Schulzentrum, um das Wegbringen der Kinder sicherer und einfacher zu gestalten. Der Friedhof solle in Gänze bestehen bleiben und auch der Stadtpark wurde als absolut erhaltenswert eingeschätzt.

Quelle: RP
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