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Straelen
Straelener "nicht glücklich" mit der Bankenfusion

Straelen. Zwiespältig fallen die Stellungnahmen in Straelen aus. "Ich bin nicht glücklich über die Entscheidung, die wir treffen mussten", sagt Bürgermeister Hans-Josef Linßen. Aber er sei fest davon überzeugt, "dass wir die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt für unsere Sparkasse und für unsere Bürger hier in Straelen getroffen haben". Die Fusion, in Straelen seit rund einem Jahr Thema und vom Rat bei drei Enthaltungen genehmigt, sei rein betriebswirtschaftlich begründet. Es sind laut Linßen keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Geschäftsstellenschließungen geplant, der Personalüberhang solle durch natürliche Fluktuation abgebaut werden.

"Bisher waren wir mit unserer Straelener Sparkasse sehr zufrieden. Sie konzentriert sich genau auf das, was die Straelener Bürger und Unternehmer von ihr benötigen, das traditionelle Kreditgeschäft", erklärte Hans-Hermann Terkatz, Ratsmitglied von GO/Grünen. Durch die langfristige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank werde das Bankgeschäft aber immer schwieriger, und die vielen neuen Regelungen, die die großen Investmentbanken durch ihr riskantes Geschäftsgebaren eingebracht haben, träfen kleine Banken besonders hart, auch wenn sie selbst viel risikoärmer arbeiten. Dies treibe immer mehr kleine Banken zur Fusion. "Wir sind gar nicht glücklich über diese Entwicklung, sehen aber kaum Alternativen. Wir setzen darauf, dass die Straelener Niederlassung einer fusionierten Sparkasse weiterhin die Kundennähe und individuelle Beratung hoch hält", so Anna Kemmerling, stellvertretende Grünen-Fraktionschefin.

(kla)
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