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Geldern
"Streiflichter" beleuchten Geldern

Geldern: "Streiflichter" beleuchten Geldern
Bei der Buchvorstellung (v. l.): Stadtarchivarin Yvonne Bergerfurth , Autor Rien van den Brand, Landrat Wolfgang Spreen, Dr. Udo Oerding (Mespilus) und stellvertretender Bürgermeister Rolf Pennings. FOTO: gerhard seybert
Geldern. Was haben Brüssel, Madrid und Rom mit Geldern gemein? In ihren Archiven lagern historische Dokumente, die Gelderns Stadtgeschichte betreffen.

Dieser Quellen hat sich der niederländische Autor Rien van den Brand in seinem neuen Buch "Streiflichter - Stadt, Burg und Festung Geldern vom Mittelalter bis zur preußischen Eroberung 1703" angenommen. In dem 300 Seiten umfassenden und nun präsentierten Buch gibt es neben Kapiteln zur Vogtei, zur Burg und der Stadt selbst auch Unterkapitel und Exkursionen. Diese behandeln zum Beispiel den Alltag oder das religiöse Leben am Niederrhein.

In den vergangenen sechs Jahren hat sich der Niederländer van den Brand mit dem Durchforsten von Archiven und dem Auswerten von Quellen beschäftigt. Unterstützung erhielt er dabei von den Vereinen "Mespilus", welcher sich für die Förderung des Gelderner Stadtarchivs einsetzt, sowie der Deutsch-Niederländischen Stiftung "Geschichte des Raums Peel-Maas-Niers". Für van den Brand ist das Beschäftigen mit der Geschichte ein Hobby, das Verfassen des Buches war rein ehrenamtlich. Umso beachtlicher ist es, wenn man sich den Arbeitsumfang ansieht. So enthält das Werk über 100 Abbildungen, viele davon sind Erstpublikationen. Dazu musste der Autor die meisten der Quellen erst aus dem Alt-Spanischen, Alt-Niederländischen oder Niederdeutschen übersetzen, bevor er mit der Auswertung beginnen konnte.

Die Ersteindrücke sind durchweg positiv. "Ich freue mich, zu erfahren wie es hier früher aussah, dadurch lebt die Geschichte weiter", so Mespilus-Mitglied Martin Köster. "Streiflichter" kann ab heute im Stadtarchiv Geldern zu einem Preis von 29 Euro erworben werden.

(jokr)
 
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