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Straelen
"Stroels Ploatt" hat keine Zukunftssorgen

Straelen: "Stroels Ploatt" hat keine Zukunftssorgen
Nachwuchs beim "Oevend op Stroels Ploatt". Lisa Trienekens gehört zu den Gewinnern des Schülervorlesewettbewerbs. FOTO: Gerhard Seybert
Straelen. Der Kulturring hatte zu "Osen Oevend op Stroels Ploatt" eingeladen. 400 Gäste waren am Sonntag in den beiden Vorstellungen begeistert. Von Yvonne Theunissen

Um das Aussterben des "Stroels Ploatt" zu verhindern, veranstaltet der Straelener Kulturring einmal im Jahr "Osen Oevend op Stroels Ploatt". 400 Gäste nahmen am Sonntag in zwei Vorstellungen im Forum des Straelener Gymnasiums daran teil und genossen das abwechslungsreiche Programm der Straelener Mundartfreunde.

Die 15-Uhr-Veranstaltung startete musikalisch mit den Niederrheinern, während um 19 Uhr Anita Mysor dabei war. Moderator Bernd Heines schmunzelte: "Seit April diesen Jahres ist Gabriele Köhler die Dirigentin der Niederrheiner. Und wenn ich so rum gucke, die Männer haben alle glänzende Augen, das scheint gut zu funktionieren." Sie boten in zwei Auftritten vier Stücke, wovon eines, die "Lüj vom Niederrhein", auf Stroels Ploatt gesungen wurde.

Im Anschluss präsentierte Stadtarchivarin Claudia Kurfürst zum zweiten Mal "Watt Neies uut et Archiv". In ihrem Vortrag ging es um die Verleihung des Friedrich-Brücker-Preises an Gerhard Dykmanns im Jahr 1975. Sie zeigte auch eine Filmsequenz von der damaligen Verleihung im "Straelener Hof".

Nach dem traditionellen Auftritt der Gewinner des Schülervorlesewettbewerbs (Lisa Trienekens, Isabelle Horster, Janis Mysor und Max van Treeck) erklärte Heines: "Das waren Stücke, um zu lachen, und jetzt kommt ein Stückchen, um nachzudenken. Unsere Spezialistin für ernste Stücke ist Christa Valks-Buchmann." Sie präsentierte "Twie onder iene Steen", einen Rückblick auf ein Eheleben voller verpasster Chancen. Es folgten die beiden lustigen Stücke "Bruet van gister" (Mechthild Foitzik und Heinz Velmans) und "De Schöpfung van de Moan" (Jürgen Coenes), ehe Meret Kurfürst und Lukas Langenstein den Song "Engel" von Johannes Oerding auf Stroels Ploatt präsentierten. Fester Programmpunkt der zweiten Hälfte ist das plattdeutsche Märchen von Hanne Eckhardt. In diesem Jahr war das "Deän Düvel on sinne schwoarte Bruur", das relativ unbekannte Märchen "Des Teufels rußiger Bruder". Danach gab es einiges zu lachen. Deli Goumans berichtete in "Deän Buem?" von den Problemen beim Aufstellen des Tannenbaums. "Follein Graupelschauer on öhr Klass" gaben Einblick in den Schulunterricht (Mechtild Foitzek, Christoph Broeckmann, Tim Leuken, Meret Kurfürst und Lukas Langenstein). Paul Niskens sinnierte über "De Meens" und die "Foastentied" und sein Vorgehen: Er nehme dann nur Lebensmittel mit H wie hartgekochte Henneneier zu sich. Für viele Lacher sorgte der Sketch "Et Frolievisit" (Deli Goumanns, Anne Pasch, Leni Brimmers, Elisabeth Dercks und Christian Opschroef), in dem auch aktuelle Straelener Themen aufgegriffen wurden.

Nach der gelungenen Veranstaltung blickte Heines entspannt in die Zukunft: "Es ist schön, dass wir verschiedene Vortragsformen haben und auch genug Leute. Und wir haben noch viele Ideen. Die Impulse gehen uns nicht aus."

Quelle: RP
 
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