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Wachtendonk
Telekom gibt in vier Kommunen Gas

Wachtendonk. Netzausbau in Wachtendonk und Wankum, Sevelen, Aldekerk, Nieukerk und Herongen kommt voran. Rund 12,7 Kilometer Glasfaser und 26 umgerüstete Verteiler für schnelleres Internet. Erste Anschlüsse ab November. Von Michael Klatt

Gleich für vier Bürgermeister beziehungsweise deren Vertreter waren gestern im Müldersfeld in Wachtendonk Ortstermin. Denn dort informierte die Telekom über den Stand beim Netzausbau in Wachtendonk, Straelen, Issum und Kerken. "Die Breitbandversorgung ist wichtig, alles, was das Internet schneller macht, ist gut", sagte Wachtendonks Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt zur Begrüßung.

Was die Telekom dafür tut, erläuterte Uwe Abels. "Wir nutzen die Infrastruktur", erklärte der Manager, der in dem Unternehmen für den Infrastrukturvertrieb Region West zuständig ist. Zurzeit werden von der Telekom in Herongen, Sevelen, Aldekerk, Nieukerk, Wachtendonk und Wankum rund 12,7 Kilometer Glasfaser verlegt. Sie ersetzen auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler die bisherigen Kupferkabel und sorgen so für höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die insgesamt 26 Verteiler werden umgebaut zu Multifunktionsgehäusen (MFG). In diesen großen grauen Kästen wird das Lichtsignal der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Hausanschluss übertragen. "Es sind kaum Tiefbauarbeiten beim Kunden nötig", versicherte Abels. In den Mini-Vermittlungsstellen wird eine Stromversorgung eingebaut, die für die Umwandlung der Signale nötig ist. Außerdem werden Lüfter installiert, um eine Überhitzung der MFG zu vermeiden.

Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt "Vectoring" zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Rund 6100 Haushalte in den genannten Ortschaften sollen von dem Telekom-Netzausbau profitieren. Laut Abels werden durch die Vectoring-Technik beim Download bis zu 100 Megabit (mbit) pro Sekunde erreicht, beim Upload bis zu 40 mbit/s. Die Arbeiten liegen laut Telekom im Zeitplan. Die ersten dieser neuen Anschlüsse werden ab November geschaltet. Und hier hatte Jürgen Happe, der allgemeine Vertreter des Issumer Bürgermeisters, besonderen Grund zur Freude. Denn es sind die Sevelener, die bei dieser Maßnahme als erste in den Genuss des schnellen Telekom-Internets kommen. Straelens Bürgermeister Hans-Josef Linßen, Kerkens Bürgermeister Dirk Möcking und Aengenendt sind glücklich darüber, dass in den übrigen Gebieten die neue Datentechnik ab Januar oder Februar Einzug hält. "Und Straelens Innenstadt ist ja schon versorgt", merkte Linßen an.

"Ob bei den jeweiligen Kunden durch die neuen Anschlüsse eine Umrüstung nötig ist, zum Beispiel durch neue Router, prüft der Vertriebskollege", erklärte Abels. Informationen könnten auch in den T-Punkten eingeholt werden.

Für das nächste Jahr stellte er noch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten mit bis zu 250 beziehungsweise 50 mbit/s in Aussicht. Und dort, wo die Telekom Neubaugebiete erschließe, erübrigt sich die Hilfskonstruktion Vectoring. Denn dort arbeitet das Unternehmen laut Abels fast ausschließlich mit Glasfaserkabeln bis ins Haus.

Quelle: RP
 
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