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Issum
Tennisplätze für den Winter ausgebucht

Issum: Tennisplätze für den Winter ausgebucht
Tennisclub-Vorsitzender Udo Klingen (l.) und Pressesprecher Thomas Wittenburg sind zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten in und an der Tennishalle in Issum. FOTO: Gerhard Seybert
Issum. Die Arbeiten um die und in der Tennishalle Issum schreiten mit großen Schritten voran. Fachfirmen aus dem Gelderland und viele ehrenamtliche Helfer packen mit an. Da die Arbeiten im Zeitplan liegen, könnte im Herbst Eröffnung sein. Von Stefan Kriegel

Das äußere Erscheinungsbild hat sich bereits erheblich verbessert. Vor dem Gebäude stehen große Schuttcontainer. Büsche und Sträucher wurden entfernt. Von der Bundesstraße 58 aus ist das Gebäude in Issum nun wieder gut zu erkennen. "Tennis, Squash, Badminton" steht auf der einen Seite, "Peppermint Sport-Park" auf der anderen. Damit wird schnell deutlich, um welchen Gebäudekomplex es sich handelt: die ehemalige Issumer Tennishalle.

Die Halle mit Restaurant und Bistro hat eine lange Geschichte. Nachdem der Eigentümer in finanzielle Schieflage geraten war, schaffte es die Gläubigerbank, die Sparkasse am Niederrhein aus Moers, nicht, einen Käufer zu finden. In mehreren Zwangsversteigerungs-Terminen verwehrte die Bank den Zuschlag. Bis dann der Verein "Josef H. Boquoi - Hilfe zur Selbsthilfe - Stiftung" ausreichend Geld bot und das Objekt kaufte. Bedingung dabei ist, wie der Name schon sagt, dass sich die Mitglieder des Tennis-Clubs (TC) Blau-Weiß Issum, der seine Plätze und Clubhaus direkt neben der Halle betreibt, intensiv an den Umbau- und Renovierungsarbeiten beteiligt (die RP berichtete mehrfach).

Seit Herbst und einer entsprechenden Entscheidung des Clubs hat sich eine Menge getan. Blau-Weiß-Vorsitzender Udo Klingen und sein Pressesprecher Thomas Wittenburg schilderten den Stand der Arbeiten und warfen einen Blick in die Zukunft. Nachdem mit Hilfe der Club-Mitglieder das große Gebäude kernsaniert wurde, arbeitet dort derzeit ein Lüftungsunternehmen aus Goch. "Das Engagement unserer Mitglieder ist lobenswert. Viele fleißige Helfer packen richtig mit an", berichtet der Vorsitzende. Außerdem sei das Projekt auch ein Beispiel für Wirtschaftsförderung. Bauunternehmung und Dachdecker kommen beispielsweise aus Issum.

Nach dem bisherigen Verlauf der Arbeiten gehen die beiden Vorstandsmitglieder davon aus, dass die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen sind, wie es auch deutlich auf einer großen Hinweistafel vor dem Gebäude zu lesen ist. Dann stehen den Tennisspielen für die Wintersaison erneut drei Plätze zur Verfügung. Nur haben sie dann nicht mehr einen blauen Teppichboden als Untergrund, sonder rote Asche. "Das hat mehrere Vorteile", erklärt Thomas Wittenburg. Die Spieler müssten sich vom Sommer auf den Winter nicht auf einen neuen Belag umstellen, sie benötigten auch keine teuren Hallenschuhe mehr, und die Asche schone mehr die Gelenke.

Vor etwa sechs bis acht Tagen seien nach einer Ausschreibung auch die Elektroarbeiten vergeben worden, fügt Udo Klingen noch hinzu. Mit der Planung der kommenden Wintersaison sind die Verantwortlichen noch weiter. Wie sehr Hallenplätze benötigt werden, machen einige Zahlen deutlich. Alleine 80 Blau-Weiß-Mitglieder hätten sich um einen Platz in der Halle im Winter beworben.

"Wir sind ausgebucht, da es natürlich auch noch Anfragen von anderen Tennisvereinen gab", berichtet der Vorsitzende. Besonders witzig sei gewesen, dass es bei allen Anfragen keine zeitlichen Überschneidungen gegeben habe. Eine weitere Neuheit wird die Halle auch noch aufweisen. Sie soll nämlich personalsparend betrieben werden. Jeder Nutzer der Plätze bekommt einen Zugangscode, mit dem er das Gebäude betreten kann. Es werde zwar einen Hallenwart geben, aber er müsse dann nicht ständig vor Ort sein.

www.tcissum.de

Quelle: RP
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