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Geldern
Thorsten Rupp (SPD)

Geldern. Für Thorsten Rupp war es eine ganz rationale Entscheidung. Nicht das Elternhaus oder die Sympathie für einen bestimmten Politiker hatte bei ihm den Ausschlag für den Eintritt in die SPD gegeben, sondern der Vergleich der Parteiprogramme. Das der Sozialdemokraten überzeugte den gebürtigen Klever am meisten. "Es war das Gesamtbild der Partei, das für mich den Ausschlag gab", erzählt er über seinen Einstieg in die Politik, der sehr früh erfolgte. Das Parteibuch der Genossen hat er seit 1988, da war er gerade mal 16 Jahre alt.

Heute, fast 30 Jahre später, ist Rupp der Kandidat, mit dem die Kreis Klever SPD das Direktmandat für den Nordkreis holen will. Der 45-Jährige, der mit Frau und drei Kindern in Emmerich-Vrasselt lebt, ist zuversichtlich, dass ihm das auch gelingen kann: "2005 lag die CDU noch 13.000 Stimmen vor uns, 2012 waren es nur noch 1466", weiß Rupp, der laut seiner Aussage im Wahlkampf viel Zuspruch erfährt. Nachdem der Diplom-Sozialwirt unter anderem lange Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Dr. Barbara Hendricks und Geschäftsführer der Kreis Klever SPD war, arbeitet er mittlerweile als Abteilungsleiter bei der NRW-SPD in Düsseldorf. Dort ist er für die Sparte "Parteileben" zuständig. Er kümmert sich um die Belange der Mitglieder und der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, bereitet Parteianträge vor und arbeitet der Landespartei inhaltlich zu.

Für seinen Wahlkampf hat sich Rupp drei Schwerpunkte gesetzt: Die Gesundheits- und Pflegeversorgung, gehört seiner Ansicht nach zu den großen Zukunftsthemen des Kreises Kleve. In seiner Eigenschaft als Kreistagsabgeordneter hatte er hier schon viel Erfahrung sammeln können. "Haus- und Fachärzte aufs Land zu holen und sie auch dort zu halten, ist von enormer Bedeutung", sagt er. Gleiches gelte für das Thema "bezahlbares Wohnen". Vor allem Alleinstehende und kinderreiche Familien hätten oftmals Probleme, Wohnraum zu vernünftigen Preisen zu finden. Dabei hätten die SPD-geführten Ministerien in Land und Bund schon einiges an Fördermöglichkeiten geschaffen, doch das müsse jetzt auch stärker von den Kommunen in anspruch genommen werden, fordert er. Bildung ist ein weiteres Thema Rupps, der sich für Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Uni einsetzen will, und auch eine Ausweitung der Kita-Zeiten ins Auge gefasst hat, die sich stärker an den Erfordernissen der Eltern orientiert. Um diese Punkte nicht nur von der theoretischen Seite anpacken zu können, hat Rupp so genannte Praxistage eingelegt. Jeweils einen Tag lang arbeitete er in einer Kita und einer Einrichtung für Tagespflege, um genau herauszufinden, wo der Schuh drückt. Gleiches absolvierte er übrigens auch in einem landwirtschaftlichen Betrieb, denn: "Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein ganz wichtiger Faktor für den Kreis Kleve. Sie gehört einfach dazu."

Thorsten Rupp (SPD) ist 45 Jahre alt +++ geboren in Kleve +++ Diplom-Sozialwirt +++ SPD-Mitglied seit 1988

Quelle: RP
 
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