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Geldern
Tolles Konzert erklingt in Winnekendonk

Geldern. Musikverein bietet in der Begegnungsstätte ein mehr als dreistündiges Programm. Einstieg mit dem Marsch "Preußens Gloria". Publikum erklatscht sich Zugaben. Ehrungen für treue Musiker. Von Liss Steeger

"Die Musiker haben Platz gefunden, ich hoffe Sie auch", freute sich Vorsitzender Markus Aben über das große Interesse am Konzert des Musikvereins Winnekendonk in der Begegnungsstätte. "85 Jahre und kein bisschen leise" lautete das Motto, auch als Hinweis auf das kommende Festjahr. Aus den Titeln und Komponisten der Konzertstücke war auf der Vorderseite des Programmblattes in unterschiedlichen Schriften eine außerordentliche Musiknote gestaltet. Mit Traditionellem und aktuellen Ohrwürmern wurden die Zuhörer an vergangene Zeiten und schöne Momente erinnert.

Der zünftige Marsch "Preußens Gloria" war der Einstieg ins Programm. "Da wird man doch schon zackig vom Stuhl gerissen", meinte Moderator Rüdiger Göbel, der dem Musikverein eine Geburtstagskrone aus Stoff zum Weiterreichen mitgebracht hatte. "Hans im Glück" heißt das Stück von Hans Hartwig, mit dem sich Dirigent Hans-Gerd Stienen als erster Kronenträger vorstellte. Mit "Moment for Morricone" wurden die Zuhörer in die Prärie entführt und erlebten mit Melodien wie "Spiel mir das Lied vom Tod" spannende Westernszenen. "Jahrelang habe ich darauf gewartet, dass der Musikverein das wichtige Thema Schule aufgreift", meinte Göbel. Er verglich "Ross Roy" von Jacob de Haan mit einem enthusiastischen Ausflug ins Füllhorn der Bildung. Durch seine fantasievollen Moderationen wurden die Zuhörer inspiriert, sich einen individuellen Zugang zu den perfekt inszenierten Stücken zu verschaffen.

Beim "Opening", einem schwungvollen feierlichen Marsch, erklärte Göbel eine "Locke" (von locken): Der Übergang vom Feldschritt, bei dem nur das Trommeln und Pfeifen für die Aufrechterhaltung des Gleichschritts verantwortlich sind. Humorvoll, mit starkem italienischen Akzent inszeniert als Übergang zum "Concerto D'Amore" brachte Göbel die Zuschauer zum Lachen. Bei James Last übertrafen sich Bläser und Rhythmusgruppe an Virtuosität und Lebendigkeit und ließen die Zuhörer bei den "Goldenen Hits" mitschwelgen. Beim Walzer-Potpourri "Gern gehört - gern gespielt" wurde nicht nur geschunkelt, sondern beim "Fliehe mit mir in die Heimat" textsicher mitgesungen. "Fehlerfrei" und deshalb fast "Atemlos" spielte der Musikverein das Helene-Fischer-Medley als "Marathon".

Einen vorläufigen Höhepunkt erlebte das Konzert mit dem als "heimliche Tiroler Landeshymne" bezeichneten Marsch "Dem Land Tirol die Treue". Doch weitere Zugaben "erklatschte" sich das unermüdliche Publikum und erlebte mit großartigen Rhythmen, berauschendem Sound in sprühende Musik umgesetzt ein mehr als dreistündiges Konzert der Superlative.

Leonie Selders und Dirk Verhoeven überreichten an diesem Abend viele Jungmusikerleistungsabzeichen an ihre Schützlinge. Der Vizepräsident des Blasmusikverbandes, Sebastian Sürgers, brachte außerdem vier Ehrennadeln und Urkunden mit. Der stellvertretende Vorsitzende Hans-Gerd Leenen zeichnete damit drei Musiker für 25-jährige Treue aus: Sonja Blenkers, Maria Görtz und Markus Aben. Zu sogar 40 Jahren gratulierte er Alfred Hirschmann.

www.musikverein-winnekendonk.de

Quelle: RP
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