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Gelderland
Tote Ampeln nach Stromausfall

Gelderland: Tote Ampeln nach Stromausfall
Die Ampel an der Bundesstraße 58, Harttor und Hartstraße gestern morgen: Die Lichter blieben aus, teilweise gab's noch orangefarbenes Blinken. FOTO: szf
Gelderland. Ein sehr kurzer, aber großräumiger Stromausfall hat gestern Morgen in Geldern und Umgebung für ausgefallene Ampeln, abgestürzte Computer und Störungen in elektronischen Anlagen gesorgt. Ursache war ein technischer Defekt, der sich um 7.18 Uhr in der "Umspannanlage Niederrhein" ereignet hat, teilte der Netzbetreiber "Westnetz" mit.

Die Umspannanlage befindet sich in Wesel. In Geldern registrierte man für gerade mal eine Sekunde einen "messbaren Spannungseinbruch" im Stromnetz, wie die Stadtwerke auf Anfrage erklärten. Die meisten Haushalte dürften davon wenig bis überhaupt nichts mitbekommen haben.

Einige empfindlichere Systeme reagierten aber mit Fehlfunktionen. So fielen in Geldern mehrere Ampelanlagen aus, unter anderem in der Innenstadt die Ampel bei Kaufland, die am Mühlenturm und die am Harttor. Die Landesbehörde Straßen NRW berichtet von einer Reihe von Ampelanlagen auf Bundes- und Landstraßen in und rund um Geldern, die sich am Morgen abschalteten.

Zum Teil schienen die Auswirkungen auf kuriose Weise selbst innerhalb ein- und desselben Gebäudes willkürlich. So stürzten im Rathaus die Computer in den Büros im Obergeschoss reihenweise ab. In der mittleren Etage und im Erdgeschoss hingegen flackerte nur kurz das Licht, die Rechner arbeiteten störungsfrei weiter.

Andere rechts- wie linksrheinische Gemeinden waren weitaus heftiger von der Störung betroffen. So blieben einige Kommunen wie etwa Rees, Xanten oder Emmerich rund 30 Minuten ohne Strom. Mancherorts fiel auch das Mobilfunk- und Festnetz komplett aus, berichtet ein Sprecher der Telekom.

(szf)
 
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