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24-Jähriger ertrank nach Disco-Besuch
Toter im Nierskanal ist vermisster Krefelder

Toter im Nierskanal in Geldern ist Vermisster aus Krefeld
Der Leichnam des jungen Mannes wurde im Nierskanal gefunden. FOTO: Gerhard Seybert
Geldern/ Krefeld. Der junge Mann, dessen Leiche im Nierskanal in Geldern gefunden wurde, ist ertrunken. Wie bereits vermutet, ist er der Krefelder, der seit einigen Wochen vermisst wurde. Das ist das vorläufige Ergebnis der Obduktion.

Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der junge Mann, der am Mittwoch tot im Nierskanal gefunden wurde, ist tatsächlich der seit Ende Februar vermisste 24-Jährige. Er hatte seinen Wohnsitz in Krefeld, seine Familie lebt in Geldern.

Das vorläufige Ergebnis der Obduktion liegt vor; demnach ist der Mann ertrunken. "Es gibt an dem Leichnam keine äußeren Anzeichen für Gewalteinwirkung", erklärt Polizeisprecher Manfred Jakobi. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Vermisste in der Nacht zum 28. Februar auf dem Rückweg von seinem Besuch in der Discothek E-dry in den Nierskanal stürzte und so ums Leben kam. Spaziergänger hatten den Toten gefunden. 

Wie genau es zu dem Unglück kam, dürfte kaum im Detail zu rekonstruieren sein. Aber nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 24-Jährige womöglich betrunken. In der Rechtsmedizin wurde eine Blutprobe entnommen, um den Alkoholwert zu bestimmen. Vom Zustand des Leichnams her sei außerdem davon auszugehen, dass er tatsächlich seit der Nacht zum 28. Februar in dem kalten Wasser gelegen hat, heißt es.

Der Fundort des Toten muss nicht zugleich der Unglücksort sein. "Die Fließrichtung des Nierskanals führt von der E-dry dorthin, wo er gefunden wurde", erklärt Jakobi. Auch bei einer langsamen Fließgeschwindigkeit des Gewässers könnte der Körper langsam zu jener Stelle hin getrieben sein.

Dass der Körper erst jetzt gefunden wurde, ist nach Ansicht der Polizei leicht erklärlich. Ein ertrunkener Mensch sinkt zunächst zum Grund eines Gewässers und taucht erst später wieder auf; je kälter es ist, desto langsamer geht diese Entwicklung.

Die Polizei geht nach all dem zurzeit von einem Unfall aus. "Der Großteil der Ermittlungen ist erst mal abgeschlossen", so Polizeisprecher Jakobi.

 

(lsa/ots)